Politik | Ausland
04.04.2018

Russland, Iran und Türkei wollen dauerhafte Waffenruhe in Syrien

© Bild: REUTERS / UMIT BEKTAS

Putin, Rouhani und Erdogan möchten "Ruhe am Boden" schaffen. Türkischer Präsident stellt Bestand des Landes infrage.

Die Präsidenten Russlands, des Iran und der Türkei streben eine rasche und dauerhafte Waffenruhe im Bürgerkriegsland Syriens. Es sei beabsichtigt, "Ruhe am Boden" zu schaffen und Zivilisten in "Deeskalations-Gebieten" zu schützen, teilten Wladimir Putin, Hassan Rouhani und Recep Tayyip Erdogan nach einem Treffen am Mittwoch in Ankara mit.

Rouhani betonte, dass es keine militärische Lösung für Syrien gebe. Iran und Russland unterstützen den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad militärisch. Erdogan deutete eine Aufteilung des Landes an. Die territoriale Integrität Syriens hänge davon ab, ob es sich gleich stark von allen Terrorgruppen distanziere, sagte der türkische Präsident in offenkundiger Anspielung auf die Allianz zwischen Assad und den Kurdenkämpfern in Nordsyrien, die Ankara als Terroristen ansieht. Rouhani forderte am Rande des Treffens in Ankara, dass die von der türkischen Armee eroberte Region Afrin an die syrische Armee übergeben werden soll.