© REUTERS/ALESSANDRO BIANCHI

Politik Ausland
07/26/2019

Polizistenmord erschüttert Italiener

Polizist bei Messerattacke laut unbestätigten Berichten von Nordafrikaner getötet. Debatte über Migration kocht auf.

„Mario, ein Carabiniere, ein Held, ein Junge, der sein Leben vor sich hatte, war nur 40 Tage verheiratet.“ Matteo Salvini postete am Freitag ein Foto eines Polizisten auf Twitter, der wenige Stunden zuvor in Rom getötet worden war. Ein Mann – unbestätigten Meldungen zufolge nordafrikanischer Herkunft – soll den 35-jährigen Polizisten bei einer Personenkontrolle nach einem Raub erstochen haben.

Der tragische Fall rief Matteo Salvini auf den Plan. Im Stundentakt meldete sich der Innenminister via sozialen Medien zu Wort, um die Arbeit der Polizei zu loben und um weitere Fälle von Gewalt gegen Polizisten (durch Migranten) publik zu machen.

Leibthema Migration

Während „Russiagate“ Salvini innenpolitisch unter Druck bringt – er das Thema aber totzuschweigen versucht (siehe oben) – setzt er voll auf sein Leibthema, um seine eigenen Schlagzeilen zu machen: Migration. Und Kriminalität. Der „Bastard“ soll „sein Leben lang hinter Gittern“ bleiben und „Zwangsarbeit“ verrichten müssen, twitterte Salvini emotionsgeladen. „Null Toleranz“ fordert seine Lega.

Erst am Tag davor hatte er einen Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht, der für private Seenotretter in italienischen Hoheitsgewässern in Zukunft Geldstrafen von bis zu einer Million Euro vorsieht, statt wie bisher 50.000. Manche Seenotretter haben sich allerdings bereits am Freitag zu Wort gemeldet: Die Androhung schrecke sie nicht ab.

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