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Hauchdünne Entscheidung: Peru hat nach Wahl-Krimi neue Präsidentin

Keiko Fujimori wurde von der Wahlbehörde zur Siegerin der Präsidenten-Stichwahl in Peru erklärt. Die 51-jährige Konservative kündigt ein hartes Vorgehen gegen Kriminalität an.
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Zusammenfassung

  • Die Wahlbehörde erklärte Keiko Fujimori nach der Stichwahl in Peru mit 50,13 Prozent der Stimmen und einem Vorsprung von weniger als 50.000 Stimmen zur Siegerin gegen Roberto Sanchez.
  • Fujimori kündigte ein hartes Vorgehen gegen Kriminalität und irreguläre Migration an, während Sanchez für die arme Landbevölkerung sowie Reformen von Polizei und Justiz eintrat.
  • Der von Gewalt und Unzufriedenheit geprägte Wahlkampf fand vor dem Hintergrund anhaltender politischer Instabilität in Peru statt und gilt als weiteres Zeichen für einen Rechtsruck in Lateinamerika.

Nach der Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru hat die Wahlbehörde die rechtsgerichtete Kandidatin Keiko Fujimori zur Siegerin erklärt. Wie die Behörde am Montag mitteilte, setzte sich Fujimori mit 50,13 Prozent gegen ihren linksgerichteten Rivalen Roberto Sanchez mit 49,86 Prozent durch. Die 51-jährige Fujimori ist die Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori, der Peru von 1990 bis 2000 mit harter Hand regierte und die Politik seiner Tochter bis heute prägt.

Hartes Durchgreifen gegen Kriminalität

Von seinen Anhängern wird er dafür gefeiert, dass er die linken Rebellen von der Guerillaorganisation Leuchtender Pfad besiegte und die peruanische Wirtschaft stabilisierte. Später wurde er wegen Menschenrechtsverletzungen und Korruption verurteilt und saß 16 Jahre im Gefängnis. Er starb 2024. Keiko Fujimori trat bereits zum vierten Mal in Folge bei einer Präsidentschaftswahl an. Die Stichwahl am 7. Juni gewann sie nach Angaben der Wahlbehörde mit einem Vorsprung von weniger als 50.000 Stimmen.

Fujimori hat für den Fall eines Wahlsiegs ein hartes Durchgreifen gegen Kriminalität und irreguläre Migration angekündigt. Sanchez, der zum ersten Mal kandidierte, trat für die Rechte der armen Landbevölkerung ein und forderte eine Reform von Polizei und Justiz. Unterstützt wurde der 57-jährige Abgeordnete von Anhängern des linken Ex-Präsidenten Pedro Castillo, der wegen eines versuchten Staatsstreichs im Gefängnis sitzt.

Walkampf von Gewalt und Wut geprägt

Der Wahlkampf war geprägt von Gewalt und Wut auf die politisch Verantwortlichen, die viele Wählerinnen und Wähler für die seit Jahren herrschende Instabilität im Land verantwortlich machen. In den vergangenen acht Jahren gab es acht Präsidenten; keiner von ihnen beendete eine volle Amtszeit. Drei wurden des Amtes enthoben, einer trat nach nur sechs Tagen zurück und vier sitzen derzeit im Gefängnis. Keiko Fujimori, die sich früher von der Politik ihres Vaters distanziert hatte, berief sich im Wahlkampf auf sein Erbe.

Ihr Sieg verstärkt den Rechtsruck in Lateinamerika. Erst am Sonntag war in Kolumbien der politische Außenseiter Abelardo de la Espriella zum Präsidenten gewählt worden. Viele Wähler treibt die Sorge vor Kriminalität in die Arme von Hardlinern.

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