Politik | Ausland
08.09.2017

Patriot's Prayer: Die Regenbogenparaden der amerikanischen Rechten

Brennende Lungen, gebrochene Nasen, verhasste Liberale und eine Portion Nazis. Eine Reportage, die versucht, die heutigen Republikaner zu verstehen, führt an ungeahnte Orte.

Vier Minuten, nachdem ich Cheryl Bowen zum ersten Mal traf, rannte ich in einer wütenden Menge auf der Flucht vor dem Tränengas. Es füllte die Atemwege wie eine Tabasco-Infusion, die die Lungen erst nach einigen Minuten wieder heraushusten konnten. Schlimmer Betroffene lagen am Boden und ließen sich die Augen mit Milch ausspülen. Als ich Bowen in dem Chaos etwas später wieder finde, erzählt die 63-jährige Frau aus Oregon, die viel lacht und noch mehr lächelt, dass sie ebenfalls erstmals in ihrem Leben eine Portion vom Tränengas abbekommen hatte.

Es war nicht meine, sondern ihre Idee, sich an diesem Ort zu treffen. Ich hatte den Chef der republikanischen Partei in Portland kontaktiert, um herauszufinden, wie Konservative hier ticken. Nur eine Stunde vor dem Tränengas bekam ich endlich eine Antwort. Sie war von Bowen, der Partei-Sekretärin: In einem Park am zentralen Flussufer von Portland würde ein “Patriot’s Prayer” stattfinden. Ich solle kommen. Die E-Mail deutete auch Wirbel an: “Die Antifa taucht sicher auf.”

Die Demonstranten beider Seiten vermischen sich zeitweise seltsam friedlich, nur gelegentlich brach Gewalt aus.

Die Antifaschisten erfüllten Bowens Versprechen. Natürlich taten sie das. “Patriot’s Prayers” (übersetzt: “Patriotengebete”) sind - konservativ gesagt - extrem konservative Veranstaltungen. Auf ihren Events mischen sich Reden von Liebe und Jesus mit Sprechchören wie “USA! USA! USA!” und Tiraden gegen Linke und Liberale, die angeblich Freiheit, Christen und Republikaner hassen.

Es sind Treffpunkte für überzeugte Donald-Trump-Fans wie Bowen und Republikaner wie Mark Callahan, erfolgloser Kandidat der Republikaner für den Senat 2016, der gerade angekündigt hat, als nächstes für das US-Repräsentantenhaus 2018 zu kandidieren. Neben ihnen kommen aber auch andere Leute: Rechtsextreme mit T-Shirts, die über den Islam spotten, und “White Supremacists” mit einschlägigen Runen-Flaggen. Das ist weder zu leugnen noch versucht Bowen es. Diese “verrückten Leute” würden die Märsche “infiltrieren", sagt sie. Das wirft ein schlechtes Licht auf “Patriot’s Prayers”.

Ein oft wirklich schlechtes.

Im April organisierte die Gruppe einen “Marsch für Meinungsfreiheit” in Portland. Ein Mann namens Jeremy Christian war auch dort. Bowen erinnert sich an ihn: “Etwas an diesem Typen schrie förmlich: Weg von dem.” Es gibt ein Video, das eine Gruppe zeigt, die ihn zu verscheuchen versucht (was sie diesmal mit keinem der Mitmarschierenden tut). Mit Chören wie “Keine Macht den Drogen”. Er antwortet auch: “Ich nehme keine Drogen.” Dann beschuldigt er die Gruppe, keine wahren Christen zu sein.

Dass Jeremy Christian dort war, sollte die Wahrnehmung noch lange Zeit dominieren. Denn wenige Wochen später beschimpfte der Mann in einer Straßenbahn zwei Teenager-Mädchen: Eine Muslimin und eine Schwarze, die er fälschlicherweise ebenfalls für muslimisch hielt. Drei Männer kamen den verängstigten Mädchen zur Hilfe. Christian zückte ein Messer und stach zu. Er tötete zwei und verletzte den dritten der Männer. Es ist fast egal, ob Typen wie Christian bei Patriot’s Prayern erwünscht sind oder nicht. Die Veranstaltungen bedienen ganz offensichtlich auch ihre politischen Ansichten. Und so eine Veranstaltung wird in einer Stadt wie Portland immer auf erbitterten Widerstand stoßen.

Portland hat eine lange liberale Tradition, die von den vielen jungen Menschen fortgeführt wird, die es auch heute noch anzieht. Es ist eine stolze Schutzstadt (“Sanctuary City”) für Immigranten. Hier hat Donald Trump seine Präsidentschaft nicht erobert. Dieser Ort ist im offenen Widerstand zu ihm und seiner Politik, die an diesem “Patriot’s Prayer” gefeiert wird. Oregon ist einer der Staaten, die gegen seinen Einreisebann geklagt haben. Der Bezirk, in dem Portland liegt, watschte Trump in der Wahlkabine mit 17 Prozent-Zustimmung ab. In den Auslagen, Pubs und Klubs der Stadt hängen viele Schilder, die Minderheiten willkommen heißen und ihnen versichern: “Wir sind an eurer Seite.”

Es ist nicht schwierig zu erkennen, warum Bowen und ihre konservativen Freunde sich hier oft auch wie eine Minderheit fühlen. Ihre Meinung zu sagen macht sie selten populär. Wenn sie für ihre Partei auftreten, werden sie oft beschimpft - manchmal sogar bespuckt, erzählt sie. Das fühlt sich an, als wäre ihre Meinung nicht frei. Die “Patriot’s Prayers”, die von der anderen Demo-Seite oft das Wort “Nazi” zu hören bekommen, bedienen dieses Gefühl von Unterdrückung und beschwören einen Stolz. Die Teilnehmer hier wollen ihr Gesicht in der Öffentlichkeit zeigen, die Straßen für sich haben, sichtbar machen, dass es sie gibt.

Es sind Regenbogenparaden - oder Pride Parades, wie man es in den USA nennt. Doch statt Regenbogenfahnen und Glitter im Gesicht tragen Menschen hier “Make America Great Again”-Kapperl, Motorradhelme mit “Homosex ist eine Sünde”-Stickern, USA-Flaggen (einige davon werden an diesem Nachmittag von Gegendemonstranten noch verbrannt werden und Menschen deshalb weinen) und Banner mit “Pepe the frog” - eine Comicfigur, die im Web zum Symbol der rechtsextremen Alt-Right-Bewegung wurde.

Es überrascht mich, dass Bowen auf Geheiß des lokalen Parteisprechers mir den Zustand der Republikaner zeigen will, indem sie mich zu so einem Protest schleppt. Ist das wirklich, wofür die Partei steht? “Nicht unsere ganze Basis unterstützt die Sache”, sagt sie. Eigentlich seien es “nur ein paar von uns”. Aber Portlands republikanische Partei ist zur Unterstützung trotzdem da. “Es unglaublich, was Joey hier geschafft hat”, sagt Bowen.

Joey Gibson spricht zu seiner Veranstaltung, während eine bloßbrüstige Demonstrantin ihre Mittelfinger zeigt.

Sie meint Joey Gibson, einen selbsternannt konservativ-christlichen Libertären aus der Nachbarstadt Vancouver (Washington), dem Medien hier oft die Bezeichnung “Alt Right” geben. Er hat die Gruppe gegründet, mit der er über die US-Westküste tourt, und führt auch den Marsch in Portland an. Über ein Megaphon ruft er “seinen” Leuten, bevor man losmarschiert, zu, sie sollen auf Gewalt und Beschimpfungen verzichten. Man sei aus Liebe hier und so etwas diene nur ihren Gegnern. Wie auch bei Medienauftritten wirkt er aufrichtig, wenn er das sagt.

Aber es ist natürlich zwecklos.

Es ist ein heißer Tag inmitten einer rekordverdächtigen Hitzewelle in Portland. Und kurz bevor alles los geht, taucht ein großer Typ mit rasierter Glatze in einem neutral-blauen T-Shirt auf. Er schnappt sich zwei Paletten mit Wasserflaschen und will sie zu den Gegendemonstranten bringen, die sich vermummt ein paar Meter entfernt im Schatten eines Baumes sammeln und warten. Ein “Friedensangebot” nennt der Glatzkopf das lautstark.

Die ersten Kämpfe brechen aus, als die Antifa auf sie zuschreitende Reche attackiert.

Es ist unmöglich zu sagen, ob er ernsthaft glaubt, dass das funktionieren kann, oder ob es ein Stunt für die zahlreichen Kameras der rechten Aktivisten ist, die sofort seine Verfolgung aufnehmen. Aber natürlich funktioniert das Friedensangebot nicht. Sobald der Kerl in einer Traube an Verbündeten auf die Gegendemonstranten zumarschieren zu beginnt, stürmen diese auf ihn los und attackieren ihn mit Tritten. Es ist der erste Gewaltakt eines Nachmittages, der nur wenig später noch geschlagene Gesichter, gebrochene Nasen und besagte, gegen Pfefferspray revoltierende Lungen bringen wird.

Bowen findet, dass es der bisher schlimmste Marsch war. Aber Gewalt ist ein verlässlicher Begleiter der Events. Auf beiden Seiten sind ganz klar Leute, die darauf vorbereitet sind. Vermummte Antifaschisten mit Pfefferspray dabei auf der einen Seite und auf der anderen bekannte Figuren aus der lokalen Alt-Right-Prügelszene, Leute die Gasmasken mitgebracht haben und eine Gruppe kräftiger Herren, die mit olivgrünem Militärgewand, dicken Schutzwesten und Helmen aussieht wie eine paramilitärische Einheit (wenn auch ohne sichtbare Schusswaffen). Die sind “zum Schutz” da, sagt Bowen.

Polizei sieht man keine. Bereitschaftspolizei und Homeland Security bleiben einen Block weit weg, kleinere Gemetzel deshalb ungestört. Solange es nicht eskaliert, will die Polizei keinen der ihren gefährden, erzählt mir ein einsamer Polizist, der den Protest beobachtet und umkreist - stets mit einem Finger am Funkgerät. Er meint, dass Leute mit Gewalt rechnen, wenn sie zu so einem Event kommen. Die Annahme mag für manche stimmen, aber viele auf beiden Seiten erzählen auch, dass sie geschockt von ihr sind.

Bowen mag die Gewalt auch nicht. Sie denkt, dass sie vor allem die Schuld der anderen Seite sei. “Unsere Schuld ist, dass wir da sind”, sagt sie. Es sei die Antifa, die die Kämpfe anzettelt - und vielleicht ein paar von den irren White Supremacists und “verrückten Leuten”, die sie einfach nicht loswerden können. Die Abwesenheit der Polizei ist für Bowen die Schuld des Bürgermeisters. Sie sei ein Beispiel dafür, wie unfair ihre Gruppe behandelt wird.

Das ist ein wiederkehrendes Thema in der Clique. Alles verschwört sich in ihren Augen gegen sie als aufrechte Konservative. Der Bürgermeister, die Polizei, die Demokraten, die Medien. Alle zusammen planen einen “stillen Putsch” (so nennt es eine von Bowens Freundinnen) gegen ihren gewählten Präsidenten.

Einige Tage später lädt Bowen mich zu einem Folgegespräch in einen Friseursalon. Er gehört ihrem kleineren Bruder Jamie, 60. Auch Bowens 14-jährige Enkeltochter Emily ist zu Besuch in der Stadt und dabei. Jamie besteht darauf, ein unabhängiger Wähler zu sein. Er habe 2008 Obama gewählt - und 2016 Trump. Beim Warum bleibt er wortkarg: “Unsere Regierung und die ganze Sache mit der Demokratie”, sagt er, während er Cheryls und Emilys Haare färbt.

Emily will später ins Marketing gehen - und sie ist sich ziemlich sicher, dass sie auch die Republikaner unterstützen wird. Sie erinnert sich, dass die Schule ihr geliebtes Musikprogramm einstellen musste, während Obama Präsident war. Was ihr an Trump gefällt ist, dass er die von Obama erlassenen Arbeitsplatz-Schutzgesetze für die LGTBQ-Gemeinde nicht abgeschafft habe. “Das ist eine gute Sache, oder?”, fragt Emily. Und ihre Großmutter stimmt lächelnd und etwas überraschend zu.

Cheryl Bowens und Jamies Vater outete sich als schwul, als die beiden bereits über dreißig waren. Er sei sehr verklemmt über seine Sexualität gewesen, erinnert sich Jamie, der wie eines von Cheryls Kindern ebenfalls homosexuell ist. Er ist seinen Eltern dankbar, wie er aufwachsen konnte. In der Schule in dem kleinen ländlichen Ort wurde er zwar gehänselt, aber zuhause durfte er mit Puppen spielen. Insbesondere für Landbewohner in Oregon in den 60er und 70er-Jahren waren die Eltern ziemlich liberal. Cheryl erzählt, bevor die Schule begann, kamen die Mädchen in ihrem Alter immer zu ihrem Haus, um dort ihre viel zu langen Röcke hochzukrempeln und etwas Makeup aufzutragen. Aber natürlich waren sie Republikaner. Alle dort waren das, ganz anders als nun in Portland.

Sie hat von ihrem Vater ihre politische Zugehörigkeit geerbt - und ihre Liebe für Waffen. Er hatte immer Gewehre im Rückraum seines Trucks, um Wild zu jagen. “Wir Republikaner mögen unseren zweiten Verfassungszusatz. Es ist einfach natürlich, eine Waffe zu haben”, erklärt sie. Waffen sind ihr wichtig, sie bringt das Thema selbst auf (ebenso wie Abtreibungen, wo sie vermutet, dass das Volk von der Regierung systematisch über eine sonst drohende “Bevölkerungsexplosion” belogen wurde).

Sie selbst trägt oft verdeckt eine 9mm-Pistole. Aber die nimmt sie nicht mehr mit ins Stadtzentrum und schon gar nicht zu Protesten. Nicht mehr? “Einer unserer Leute” hatte ein schlechtes Erlebnis, sagt Bowen. Der Mann sitze nun im Gefängnis und sie will nicht auch dort landen. Wieder eine Ungerechtigkeit.

Videos vom Vorfall wirken aus der Perspektive eines Österreichers surreal, schon allein weil da plötzlich eine Waffe ist. Im Februar fühlte sich Michael Strickland, ein konservativer Blogger, beim Filmen eines Black-Lives-Matter-Protests von Demonstranten bedroht. In seiner Panik zog er seine Pistole und richtete sie ein paar Sekunden auf die Menschen rund um ihn. Er wird verhaftet, die Polizei findet die Waffe und fünf Magazine bei ihm. Ein Richter belegte diese brandgefährliche Überreaktion mit einer Gefängnisstrafe von 40 Tagen. Für Bowen ist er ein “politischer Häftling”.

Sie war zwar immer Republikanerin, aber aktiv für die Partei arbeitet sie erst seit ein paar Jahren. Sie engagiert sich freiwillig, seit Barack Obama Präsident war. “Er hat alles geändert. Er hat mir Angst gemacht." Er habe die Autoindustrie zerstört, die Banken ausbezahlt, das Militär gekürzt, die Staatsschulden und Steuern seien gestiegen. Außerdem habe er dem Iran im Atomdeal viel Geld gegeben und hätte den Iran nie die Atombombe bekommen lassen sollen (Bowen ist überzeugt, dass der Iran wegen des Deals bereits Atomwaffen hat). Manchmal, sagt sie, war sie sich nicht einmal sicher, ob Obama wirklich Amerikaner sei. Er habe unamerikanische Dinge gesagt und seine Hand nicht ans Herz genommen, wenn er einem Eid auf die Flagge beiwohnte.

Cheryl, Emilie und Jamie sind sich einig darüber, dass jeder in einer Gesellschaft sein eigenes Gewicht tragen soll. Dieses Denken mache Republikaner aus. “Republikaner sind für weniger Staat und mehr fiskale Verantwortung”, sagt Cheryl.

Und dann lacht sie: “Und wir wollen auch diese Mauer bauen”. Sie meint natürlich Trumps geplante Mauer zu Mexiko. Ja, sagt sie, sie möchte schon, dass Menschen die Möglichkeit haben, legal in die USA zu kommen und sich in die Gesellschaft arbeiten. Ihre Familie sei auch einst hierher gekommen, weiß sie, wenn auch nicht mehr so genau woher. Aber so viele Migranten würden diesen Prozess überspringen und nur wegen der Sozialleistungen kommen.

Wichtig ist Cheryl außerdem, den Zustrom von Muslimen zu stoppen. Sie erzählt, dass ein Moslem kürzlich in ihrer Nachbarschaft seine Töchter getötet habe. Es klingt wie ein Ehrenmord, wenn sie es erzählt. Weder Bowen's bevorzugtes Medium "Fox News" oder rechte Blogs noch traditionell vertrauenswürdigere Medien berichten so etwas. Der einzige ähnliche Fall, der zu finden ist, ist ein Familiendrama in einer nicht-muslimischen Familie. Als ich sie frage, ob sie sich geirrt und den gemeint hat, sagt Bowen, die Medien würden sowas eben unter den Teppich kehren. Sie ist jedenfalls überzeugt: “Muslime mischen sich nicht in unsere Gesellschaft. Ich habe welche in meiner Nachbarschaft. Sie kommen nur nachts raus”. Irgendwann leitet Jamie das Gespräch in verständnisvollere Bahnen. Die meisten Muslime wollen ein normales Leben, wie alle anderen auch, sagt er.

Republikaner wie Cheryl Bowen haben ihren Präsidenten im Weißen Haus. Sie haben die Mehrheit in Senat und Repräsentantenhaus und im Obersten Gerichtshof. Ihre Meinungen und oft eher emotional als faktentreu maßgeschneiderte Nachrichten werden in großen TV- und Radio-Netzwerken ausgestrahlt. Man muss sich schon sehr verbiegen, um die Behauptung zu akzeptieren, dass sie unterdrückt werden. Aber sie schwimmen in einer Stadt wie Portland natürlich gegen den Strom. Und manche Erschwernis stammt sicher daher, dass der lokale Mainstream so ganz anders tickt und ignorant gegenüber dem ist, woran sie ehrlich und oft auch legitimerweise glauben. Das trägt auch dazu bei, dass sie sich weiter von ihm entfernen.

Aber ein wesentlicher Teil dieser Isolation stammt auch von einer selbst gewählten Abkapselung. Weil sie an Dinge glauben, die nunmal nicht für und manchmal auch nur gegen andere funktionieren können. Dieser Spalt zwischen der überzeugten konservativen Minderheit und ihren Gemeinden in solchen Städten wird wohl kaum kleiner, wenn sie sich mit Gruppen abgeben, die “Patriot’s Prayers” beiwohnen - ob dort erwünscht oder nicht. Am Flussufer in Portland konnte man beobachten: Es flogen beiden Seiten die Dogmen der anderen um die Ohren - und zu oft auch Fäuste. Dass dabei jemand mit seiner Meinung durchdrang, und Verständnis erzeugte, ist unwahrscheinlich.

Cheryl Bowen will aber weiter zu diesen Veranstaltungen gehen. “Sei gespannt”, sagt sie lachend.

Ein paar Tage später eskalierte eine rechtsextreme Demo in Charlottesville. Kurz danach sagte Joey Gibson ein geplantes “Patriot’s Prayer” vor der Golden Gate Bridge "aus Sicherheitsgründen" in San Francisco lieber ab.

Die Reportage entstand in Portland im Rahmen der "TransAtlantic Storytelling Summerschoohl 2017" des "Forum Journalismus und Medien Wien" an der University of Oregon.