Massive Spannungen: Dutzende Tote nach Pakistan-Angriff in afghanischer Grenzregion

Pakistan griff sieben Ziele in der afghanischen Grenzregion aus der Luft an. Es soll Dutzende Tote gegeben haben.
Pakistan launches airstrikes on alleged TTP hideouts in Afghanistan amid rising tensions

Pakistan hat nach Angaben aus Islamabad sieben Ziele in der pakistanisch-afghanischen Grenzregion aus der Luft angegriffen. Die auf Geheimdienstinformationen basierenden Angriffe hätten sich gegen die pakistanischen Taliban und ihre Verbündeten gerichtet, erklärte das pakistanische Informationsministerium am Sonntag. Ein afghanischer Regierungssprecher erklärte, Dutzende Menschen seien getötet und verletzt worden, darunter auch Frauen und Kinder.

Reaktion auf Bombenanschlag

Außerdem sei eine mit der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verbündete Gruppe angegriffen worden. Betroffen seien die Regionen Nangarhar und Paktika, hieß es weiter.

Aus Islamabad hieß es, die Angriffe seien eine Reaktion auf einen Bombenanschlag auf eine schiitische Moschee in der Hauptstadt und weitere Anschläge im Nordwesten Pakistans. Der IS hatte den Anschlag auf die Moschee in Islamabad vor zwei Wochen für sich reklamiert, bei dem 31 Menschen getötet und mehr als 160 verletzt worden waren.

Spannungen zwischen beiden Ländern

Die Angriffe vor allem der pakistanischen Taliban auf pakistanische Sicherheitskräfte und staatliche Einrichtungen führen seit Monaten zu massiven Spannungen zwischen den Nachbarländern Afghanistan und Pakistan. Im Herbst vergangenen Jahres kam es zu kurzzeitigen militärischen Auseinandersetzungen an der Grenze.

Pakistan flog auch Luftangriffe auf Afghanistan. Pakistan wirft den Taliban in Afghanistan vor, Kämpfern der pakistanischen Taliban (TTP) Schutz zu gewähren. Kabul bestreitet das. Friedensverhandlungen unter der Vermittlung von Katar und der Türkei brachten zuletzt keine anhaltende Einigung.

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