Nowitschok-Anschläge: London geht gegen russische Forscher vor
Polizeibeamte treffen am 6. Juli 2018 in einer Wohnsiedlung an der Muggleton Road in Amesbury (Großbritannien) ein, nachdem bestätigt wurde, dass zwei Personen mit dem Nervenkampfstoff Nowitschok vergiftet wurden.
Wegen ihrer Verwicklung in Giftanschläge belegt die britische Regierung russische Wissenschaftler und Forschungseinrichtungen mit Sanktionen. Dabei geht es um den Anschlag auf den Ex-Agenten Sergej Skripal mit dem Nervengift Nowitschok, bei dem eine unbeteiligte Frau in Großbritannien ums Leben kam, sowie um den Fall des Oppositionellen Alexej Nawalny, der nach Erkenntnissen westlicher Staaten mit dem Stoff Epibatidin vergiftet wurde.
Sieben Einzelpersonen und zwei führende Wissenschaftsinstitute seien von den Sanktionen betroffen, hieß es in einer Mitteilung des britischen Außenministeriums. Sie sollen an der Herstellung der Giftstoffe beteiligt gewesen sein.
„Russlands wiederholter Einsatz chemischer Waffen ist eine widerwärtige Verletzung internationalen Rechts und eine direkte Bedrohung der globalen Sicherheit“, sagte die britische Außenministerin Yvette Cooper der Mitteilung zufolge.
Auch die EU hatte im Zusammenhang mit Nawalnys Tod kürzlich Sanktionen gegen russische Wissenschaftler und Forscher beschlossen.
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