Wenig Abstand in Amsterdam am Königstag

© EPA/EVERT ELZINGA

Politik Ausland
04/28/2021

Niederlande sperren trotz Inzidenz von 200 die Gastgärten auf

Die Ausgangssperre ist vorbei, denn fast 30 Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind schon geimpft.


Von Mittwoch an sollen die Niederlande mit einem großen Schritt in die Normalität zurückkehren: Die Ausgangssperre ist vorbei, Geschäfte und Gastgärten dürfen unter Auflagen wieder Kunden hereinlassen.


Und das, obwohl die Lage in den Krankenhäusern noch immer angespannt ist.

Vier Monate harter Lockdown

Die Regierung unter dem rechtsliberalen geschäftsführenden Premier Mark Rutte hatte sich trotz der Warnungen zu dieser ersten Lockerung der Corona-Maßnahmen nach vier Monaten harten Lockdowns entschieden. Denn sie rechnet damit, dass die Zahlen wegen der Impfungen schnell abnehmen. Etwa fünf Millionen Bürger haben den Angaben zufolge mindestens eine Dosis erhalten. Das sind knapp 30 Prozent der erwachsenen Einwohner.


Die Gastgärten sind ab heute, Mittwoch zwischen 12 bis 18 Uhr geöffnet. Bürger dürfen auch wieder zwei Personen außerhalb des eigenen Haushaltes empfangen.


Wissenschafter des Corona-Beirates warnten vor dem Schritt. Die Infektionszahlen sind weiter hoch, und der Druck auf Krankenhäuser und Intensivstationen steigt noch. Zurzeit kommen auf 100.000 Personen etwa 220 Infektionen in sieben Tagen.


Doch die Bevölkerung in Corona-müde. Schon beim Königstag am Dienstag, anlässlich des 54. Geburtstags von Willem-Alexander, hielten sich die Menschen nicht mehr an die Abstandsregeln und strömten in Massen ins Freie.


Besorgnis in Deutschland

Im benachbarten Nordrhein-Westfalen zeigte man sich besorgt. Der Kreis Heinsberg bat die Bürger, nicht notwendige Reisen und Tagesausflüge zu unterlassen. Aber man könne natürlich nicht ausschließen, dass bei dem schönen Wetter Deutsche in die Niederlande fahren und sich möglicherweise infizieren, sagte eine Sprecherin am Dienstag.

Nicht mehr Impfstoff

Sie erinnerte daran, dass die Grenzkreise vor einiger Zeit das Land NRW um mehr Impfstoff gebeten hatten, um diesen Szenarien vorzubeugen. Eine Rückmeldung habe es nicht gegeben.

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