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Khalil Al-Hayya neuer Anführer der Hamas

Die interne Wahl verleiht der Terrororganisation jedoch keine demokratische Legitimation gegenüber der Bevölkerung.
Al-Hayya

Zusammenfassung

  • Die Hamas hat Khalil Al-Hayya, der sich meist in Katar aufhält, zum neuen obersten Anführer als Nachfolger des 2024 getöteten Yahya Sinwar gewählt.
  • Trotz Waffenruhe seit Oktober 2025 bleibt die Hamas in Teilen des Gazastreifens an der Macht, während Israel weiter mehr als die Hälfte des Gebiets kontrolliert.
  • Al-Hayya gewann nach dem Tod Sinwars und Haniyehs an Einfluss, ist Unterhändler für eine dauerhafte Friedensregelung und die Wahl betrifft nur die interne Führungsstruktur der Hamas.

Die Hamas hat Khalil Al-Hayya zu ihrem neuen obersten Anführer gewählt. Das teilte die radikal-islamische Palästinenserorganisation mit, die im Gazastreifen seit der bisher letzten Wahl 2006 herrscht und deren Führung sich zum Teil auch im Exil aufhält. Al-Hayya folgt Yahya Sinwar nach, der 2024 von israelischen Truppen getötet wurde.

Seit dem Tod von Sinwar und Ismail Haniyeh, der bei einem israelischen Angriff im Juli 2024 im Iran ums Leben kam, wurde al-Hayya zu einer immer wichtigeren Figur in der Hamas. Er ist auch Unterhändler bei den Verhandlungen über eine dauerhafte Friedensregelung für den Gazastreifen.

Vier seiner Söhne wurden bei israelischen Angriffen getötet

Al-Hayya, geboren im Gazastreifen, hält sich die meiste Zeit in Katar auf. Im vergangenen Jahr hatte Israels Luftwaffe versucht, die Führungsspitze der Hamas in der dortigen Hauptstadt Doha anzugreifen - al-Hayya war dabei Berichten zufolge ein Ziel. Nach Hamas-Angaben schlug die Attacke jedoch fehl. Vier seiner Söhne wurden bei israelischen Angriffen getötet, darunter einer bei dem Angriff in Doha.

Gazastreifen weiter unter Hamas-Kontrolle

Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eine Waffenruhe, de facto kommt es aber immer wieder zu tödlichen Angriffen oder Konfrontationen. Die im Friedensplan von US-Präsident Donald Trump vorgesehene Entwaffnung der Hamas ist bisher nicht umgesetzt worden. Israel kontrolliert weiterhin mehr als die Hälfte des Gazastreifens. Der Hamas gelang es seit Beginn der Waffenruhe aber, ihre Herrschaft in dem von ihr weiterhin kontrollierten Gebiet in Gaza wieder zu festigen.

Diese interne Wahl verleiht keine demokratische Legitimation gegenüber der Bevölkerung. Die Palästinenser im Gazastreifen haben darüber nicht abgestimmt. Die letzten allgemeinen palästinensischen Parlamentswahlen fanden 2006 statt; seitdem hat es keine neuen landesweiten Wahlen gegeben. Die nun gemeldete „Wahl“ betrifft ausschließlich die interne Führungsstruktur der Hamas.

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