epa02770423 Ryan Larry, Combat system officer of USS Monterey AEGIS cruiser, is seen silhouetted over the map screens while explaining to Romanian visitors how the weapons system works, during the visit in Constanta, Romania, 07 June 2011. USS Monterey is the first ship to field the Ballistic Missile Defense Capability in support of the Phase Adaptive Approach for the Defense Shield of Europe. An US Missile Defense Shield System will be made operational at Deveselu Military Airbase in Southern Romania. The Romanian site is part two of a four-part plan that the Obama administration outlined in 2009, when it shelved a Bush administration plan to use long-range interceptors based in Poland to counter any threat from Iran and North Korea. That plan was opposed by Russia, which worried the system could target Russian warheads or undermine the Kremlin's deterrence strategy. EPA/ROBERT GHEMENT

© APA/ROBERT GHEMENT

Schutzschild
03/17/2013

USA bauen Raketenabwehr um

Ein Teil des Schutzschilds in Europa kommt nicht. Dafür wird die Abwehr in Alaska verstärkt.

Die USA rüsten nach Atomdrohungen aus Nordkorea ihre Raketenabwehr auf. Verteidigungsminister Chuck Hagel kündigte die Aufstellung von 14 zusätzlichen Abfangraketen bis 2017 in Alaska an. Damit kehrt Präsident Barack Obama zur Politik seines Vorgängers George W. Bush zurück, der 44 Abschussanlagen in dem nördlichsten Bundesstaat der USA stationieren wollte. Hagel zufolge ist der Sinneswandel, der die Steuerzahler eine Milliarde Dollar kostet und vom Kongress gebilligt werden muss, auf wachsende Drohungen des Iran und vor allem Nordkoreas zurückzuführen. Außerdem würden Pläne vorangetrieben, in Japan ein zweites Radarsystem zur Raketenabwehr aufzubauen.

Europa-Pläne reduziert

Im Gegenzug wird die Phase vier des geplanten Raketenabwehrsystems in Europa gestrichen – und damit der von Russland besonders kritisierte Teil des geplantes Schildes. Dabei geht es um Raketen des Typs SM-3 IIB, die von Schiffen aus abgefeuert werden, auch Interkontinentalraketen abfangen können und vor allem dem Schutz der USA selbst dienen sollten. Sie sollten frühestens 2022 einsatzbereit sein. Die in Phase drei geplante Aufstellung von 24 Abwehrraketen sowie von Radaranlagen in Europa bis 2018 ist davon nicht betroffen.

Für die Sicherheit der Europäer soll das nichts ändern. Die USA seien weiterhin der NATO-Raketenabwehr verpflichtet, sagte Verteidigungsminister Hagel: "Diese Verpflichtung ist eisenhart." Der Umbau stärke die Verteidigungsfähigkeit der USA, bewahre ihre Verpflichtungen gegenüber den Verbündeten und mache "der Welt klar, dass die Vereinigten Staaten stark gegen Aggression stehen".

Nordkorea hatte den USA zuletzt mit einem atomaren Erstschlag gedroht. Die kommunistische Führung in Pjöngjang reagierte damit auf verschärfte Sanktionen der Vereinten Nationen nach einem neuerlichen Atomtest des international isolierten Landes. Zusätzliche Spannungen entstanden durch die Drohung an Südkorea, den seit 1953 bestehenden Waffenstillstand aufzukündigen. Technisch befinden sich die beiden koreanischen Staaten seit Ende der Kampfhandlungen vor 60 Jahren noch immer im Krieg.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.