Mölzer pflegt den FPÖ-Kontakt zu Europas Rechtspopulisten

© APA/IAN LANGSDON

EU-Wahl
11/14/2013

Mölzer soll nicht Spitzenkandidat der Blauen sein

Der langjährige Delegationschef soll im Mai 2014 die Liste nicht anführen.

von Christian Böhmer

Er kann und wird im Team sein, das ja. Aber Spitzenkandidat? Nein, das soll Andreas Mölzer diesmal nicht werden. Hochrangige Vertreter der FPÖ bestätigten dem KURIER, dass der langjährige Delegationschef bei der EU-Wahl im Mai 2014 nicht die Liste anführen soll. Mölzer hatte zuletzt zwar ventiliert, kandidieren zu wollen; ob er der Frontmann für die Blaue Kampagne werde, ließ der 60-Jährige bis zuletzt offen – offenbar aus gutem Grund.

„Wie schon bei der Nationalratswahl wollen wir bei der EU-Wahl gemäßigter im Ton, aber hart bei den Inhalten auftreten. Mölzer wäre für eine solche Kampagne das falsche Gesicht“, sagt ein FPÖ-Stratege. Die Frage des Spitzenkandidaten will Parteiobmann Heinz-Christian Strache spätestens Anfang 2014 klären.

Für die FPÖ ist Mölzer freilich nicht nur ob seiner Erfahrung wichtig (er sitzt seit 2004 im EU-Parlament). Auch seine Tätigkeit als Verbindungsmann zu den europäischen Rechtspopulisten macht ihn vorerst unverzichtbar.

Bei einem geheimen Treffen, zu dem Mölzer Vertreter der Lega Nord, des Vlaams Belang, der „Partei für die Freiheit“ des Niederländers Geert Wilders und der „Front National“ nach Wien geladen hat, sondierte der Österreicher allfällige Kooperationsmöglichkeiten. Dass die FPÖ dem Bündnis der europäischen Rechtsaußen-Parteien angehören wird, gilt als fix. Erst am Mittwoch hatten die Front National und die „Partei für die Freiheit“ angekündigt, Europa vom „Monster in Brüssel“ zu befreien.

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