Politik | Ausland
21.12.2012

Militäreinsatz soll den Krisenherd befrieden

Seit März versinkt Mali in Chaos und Gewalt. Nun soll eine internationale Militärintervention für Frieden sorgen.

Seit März versinkt Mali in Chaos und Gewalt. Nun soll eine internationale Militärintervention für Frieden sorgen: Der UNO-Sicherheitsrat beschloss einstimmig einen entsprechenden Einsatz von Truppen der Westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS. Die AFISMA („African-led International Support Mission in Mali) soll die Regierungstruppen „mit allen notwendigen Mitteln“ unterstützen, um gegen die radikalen Islamisten im Norden des Landes vorzugehen. Seitdem diese den Militärputsch vor neun Monaten als Gelegenheit genutzt hatten, eroberten sie immer größere Gebiete des Landes, zerstörten Kulturdenkmäler und unterjochten die Bevölkerung.

EU unterstützt

Auch die EU soll ihren Teil beitragen und Ausbildungs-truppen schicken. Doch vorher sollen alle politischen Mittel ausgeschöpft werden, etwa Malis Tuareg-Rebellen ins Boot zu holen. Wahlen sollen zudem im April stattfinden. So kann der Einsatz frühestens im September 2013 beginnen. Die UNO will die Kosten, rund 200 Mio. Dollar, nicht tragen. Nun werden Geldgeber gesucht.