Politik | Ausland
25.02.2018

Merkel und Macron fordern von Putin "maximalen Druck" auf Assad

Nach Kreml-Angaben bestand Einigkeit zwischen den drei Politikern, dass die Resolution "vollständig und so schnell wie möglich" umgesetzt werden müsse.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben den russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgefordert, "maximalen Druck auf das syrische Regime auszuüben, um eine sofortige Einstellung der Luftangriffe und Kämpfe" in Ost-Ghouta bei Damaskus zu erreichen. Alle drei hätten in einem gemeinsamen Telefonat am Sonntag die am Samstag einstimmig verabschiedete Resolution des UNO-Sicherheitsrates begrüßt, die sämtliche Konfliktparteien in Syrien zu einer mindestens 30-tägigen Waffenruhe aufgefordert, teilte ein Regierungssprecher in Berlin mit.

Nach Kreml-Angaben bestand Einigkeit zwischen den drei Politikern, dass die Resolution "vollständig und so schnell wie möglich" umgesetzt werden müsse. Putin, Merkel und Macron wollten ihre "gemeinsamen Anstrengungen fortsetzen", um dieses Ziel zu erreichen. Bei dem Gespräch vereinbarten die Politiker nach Kreml-Angaben zudem einen "verstärkten Informationsaustausch" über die Lage in Syrien. Laut Merkel und Macron komme es nun entscheidend darauf an, die Resolution zügig und vollständig umzusetzen. Beide hätten deutlich gemacht, dass eine Waffenruhe auch die Grundlage dafür bilde, die Bemühungen um eine politische Lösung im Rahmen des UNO-geführten Genfer Friedensprozesses voranzubringen. Man wolle weiter mit Russland und anderen internationalen Partnern zusammenarbeiten. In Syrien wird trotz der vereinbarten Waffenruhe weiter gekämpft.