Politik | Ausland
01.05.2017

Maltas Premier kündigte vorgezogene Wahlen an

Überraschende Neuwahl für 3. Juni angekündigt. Der Mittelmeer-Kleinstaat hat derzeit den EU-Ratsvorsitz inne.

Maltas Ministerpräsident Joseph Muscat hat für den 3. Juni vorgezogene Parlamentswahlen in dem kleinsten EU-Mitgliedsland angekündigt. Er könne nicht zulassen, dass die Erfolge seiner Regierung durch "grundlose Angriffe" gefährdet würden, sagte der 43-jährige Regierungschef am Montag bei einer 1.-Mai-Kundgebung in der Hauptstadt Valletta.

Briefkastenfirmen

Hintergrund sind Korruptionsvorwürfe gegen seine Familie im Zusammenhang mit Briefkastenfirmen in Panama. Regulär wäre die Parlamentswahl erst 2018 fällig. Muscat regiert die Inselrepublik seit 2013. Damals hatte seine sozialdemokratische Arbeiterpartei die Wahlen gewonnen und die Konservativen in der Regierung abgelöst. Malta hat derzeit turnusmäßig noch bis Ende Juni die EU-Präsidentschaft inne.