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Kroatien: Präsident verweigert designiertem Botschafter Israels die Zustimmung

Kroatiens Präsident Zoran Milanović erklärte, der Diplomat Nissan Amdur habe seine Zustimmung "nicht erhalten, noch wird er sie erhalten".
80th United Nations General Assembly at U.N. headquarters in New York

Zusammenfassung

  • Kroatiens Präsident Milanović verweigert dem designierten israelischen Botschafter Nissan Amdur die Zustimmung aus Protest gegen Israels Politik.
  • Amdur wird voraussichtlich als Geschäftsträger in Kroatien tätig sein, da hierfür keine Zustimmung des Präsidenten nötig ist.
  • Milanović kritisiert insbesondere das militärische Vorgehen Israels im Gazastreifen und hat als Präsident das Recht, Botschafter zu bestätigen.

Aus Protest gegen die Politik Israels hat Kroatiens Präsident Zoran Milanović dem designierten israelischen Botschafter seine Zustimmung verweigert. Der Diplomat Nissan Amdur habe seine Zustimmung "nicht erhalten, noch wird er sie erhalten", erklärte Milanović am Montag. Amdur war im November als Nachfolger des derzeitigen Botschafters in Zagreb nominiert worden und sollte Ende Mai in Kroatien eintreffen.

Milanović kritisiert das Vorgehen Israels

Nun wird er wohl als Geschäftsträger tätig sein, wofür eine Zustimmung des Präsidenten nicht erforderlich ist. Der linksgerichtete Milanović ist ein lautstarker Kritiker des militärischen Vorgehens Israels im Gazastreifen. Als Präsident Kroatiens verfügt er lediglich über begrenzte politische Befugnisse - allerdings obliegt ihm die Zustimmung zur Ernennung von Botschaftern.

Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 den Krieg im Gazastreifen ausgelöst. Nach zwei Kriegsjahren trat im Oktober 2025 eine maßgeblich von den USA vermittelte Waffenruhe in Kraft.

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