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Politik Ausland
06/01/2021

Kroatien: Das verlängerte Wochenende am Meer ist gerettet

Die kroatische Tourismusministerin erreicht in Wien das sofortige Ende der Quarantäne für Adria-Urlauber.

von Uwe Mauch

Nach einem Mittagessen mit ihrer Amtskollegin Elisabeth Köstinger in Wien zeigte sich Kroatiens Tourismusministerin Nikolina Brnjac erleichtert. Kritik an der österreichischen Regierung will ihr im KURIER-Interview nicht über die Lippen kommen.

KURIER: Was können Sie mitnehmen nach Zagreb?

Nikolina Brnjac: Kollegin Köstinger hat zugesagt, dass die Quarantäne für Rückreisende aus Kroatien bereits ab Mitternacht nicht mehr gilt.

Wann kommt der Grüne Pass in Kroatien?

In Kroatien gilt der Grüne Pass ebenso ab Mitternacht – für alle, die einen haben. Kroatische Staatsbürger können ihn schon aktivieren.

Es gibt Kritik in Ihrem Land, dass die Behörden nach dem zweiten Lockdown zu viele Kontakte zugelassen haben. Ist sie berechtigt?

Wir mussten in diesem Frühjahr weder in einen Lockdown, noch hatten wir – im Gegensatz zu anderen Ländern – eine Ausgangssperre. Deshalb vertraue ich weiterhin voll und ganz den Entscheidungen unserer Zivilschutz-Zentrale.

Was sagen Sie jenen Österreichern, die bisher nicht an die Adria fahren wollten?

Wir haben alles getan, um für sie einen sicheren Aufenthalt sowie eine einfache Anreise und Rückkehr möglich zu machen. Die neuen Kriterien erlauben es ihnen, einfach nach Kroatien einzureisen und ebenso einfach zurückzukehren. Wer noch keinen Grünen Pass hat, kann einen Impfausweis, ein Covid-Zertifikat (nicht älter als 180 Tage), einen negativen PCR- oder einen Antigentest (nicht älter als 48 h) vorweisen.

Wie ist die aktuelle Buchungslage in Kroatien?

Im Moment laufen die Buchungen besser als erwartet. Ich glaube, das wird über den Sommer so bleiben.

Das Gegenteil behaupten in Kroatien aktive Reisebüros. Ist Ihr Land nach einem Sommer wie 2020 bankrott?

Es stimmt, dass sich unsere Wirtschaft sehr stark auf den Tourismussektor verlässt, der fast zwanzig Prozent des Bruttoinlandsprodukts einspielt. Aber in Anbetracht der Erfahrungen aus dem Vorjahr und der Vielzahl an Maßnahmen, die wir gesetzt haben, sollten die diesjährigen Einnahmen noch besser werden als 2020.

Sind bereits alle im Tourismus Beschäftigten geimpft?

Bisher wurden mehr als 60 Prozent von denen, die das wollten, geimpft. Ich gehe davon aus, dass bis Mitte Juni alle Interessierten geimpft sein werden. Laut einer Umfrage, die vor dieser Kampagne durchgeführt wurde, beabsichtigen 70 Prozent der Mitarbeiter, sich impfen zu lassen.

Wie wollen Sie verhindern, dass auf den Partymeilen an der Küste nicht wieder Corona-Cluster entstehen?

Wir sind um die Erfahrungen aus dem Vorjahr reicher. Es gibt immer Spielraum für Verbesserungen. Für heuer haben wir sehr gezielte, professionelle Sicherheitsprotokolle für den Tourismus und tourismusnahe Dienstleistungen entwickelt.

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