Iran-Ultimatum: Trump verlängert Frist bis 6. April

Laut dem US-Präsident sollen die Verhandlungen mit dem Iran "sehr gut" voran kommen.
U.S. President Donald Trump holds a cabinet meeting at the White House in Washington

Zusammenfassung

  • US-Präsident Trump verlängert das Ultimatum an den Iran zur Öffnung der Straße von Hormuz bis zum 6. April wegen "sehr guter" Verhandlungen.
  • Der Iran bestreitet, um eine Verlängerung gebeten zu haben, und hat bei Angriffen auf Kraftwerke mit Vergeltung und Schließung der Meerenge gedroht.
  • Die Straße von Hormuz bleibt ein zentraler Konfliktpunkt, da sie für den weltweiten Öl- und Gastransport von großer Bedeutung ist.

US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum an den Iran zur Freigabe der Straße von Hormus erneut verlängert. Bis zum 6. April um 20.00 Uhr (US-Ostküstenzeit, 7. April 2.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit) werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, kündigte Trump unter Verweis auf "sehr gute" Gespräche auf der Plattform Truth Social an. Eigentlich wäre die von Trump gesetzte Frist am kommenden Samstag abgelaufen.

Der Iran habe zunächst um eine Verlängerung um sieben Tage gebeten, sagte Trump in einem Interview des Senders Fox News. "Und ich sagte: Ich gebe euch zehn." Trump begründete den Schritt damit, dass die iranische Seite mehreren Öltankern die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gewährt habe. Der Iran dagegen hat einem Zeitungsbericht zufolge nicht um einen zehntägigen Aufschub der Angriffe auf seine Energieanlagen gebeten. Zudem stehe eine endgültige Antwort auf einen 15-Punkte-Plan der USA zur Beendigung des Krieges noch aus, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Vermittler.

Trump hatte dem Iran damit gedroht, Kraftwerke zu zerstören, sollte Teheran die Straße von Hormuz nicht vollständig und "ohne Drohungen" für den Schiffsverkehr öffnen. Ursprünglich hatte er dafür ein Ultimatum gesetzt, das in der Nacht auf Dienstag mitteleuropäischer Zeit ausgelaufen wäre. Am Montag hatte er dann angekündigt, wegen "sehr guter und produktiver Gespräche über eine vollständige und endgültige Beilegung unserer Feindseligkeiten" für weitere fünf Tage auf solche Angriffe zu verzichten.

Iran hatte mit Vergeltung gedroht

Der Iran hatte für den Fall von Angriffen auf seine Kraftwerke unter anderem mit der vollständigen Schließung der Meerenge gedroht, die für den weltweiten Ölhandel sehr wichtig ist. Außerdem drohte Teheran als Vergeltung Angriffe auf Energieanlagen in Golfstaaten an.

Vor seiner jüngsten Ankündigung hatte Trump bereits eine Verschiebung der Frist nicht ausgeschlossen. "Ich weiß es noch nicht", sagte er in Washington auf eine entsprechende Frage, ob die Frist aufgeschoben sei. Trump sagte, sein Schwiegersohn Jared Kushner, der Sondergesandte Steve Witkoff und Vizepräsident JD Vance würden ihn über den Fortgang der Verhandlungen unterrichten. Davon hänge ab, ob es bei dem Ultimatum bleibe. "Wir haben jede Menge Zeit", sagte Trump.

Witkoff sah gute Aussichten auf Erfolg. "Wir haben starke Anzeichen, dass es eine Möglichkeit gibt", sagte Witkoff am Donnerstag in Washington. "Wir werden sehen, wohin die Dinge führen, und ob wir den Iran davon überzeugen können, dass dies der Wendepunkt ist, an dem es für ihn keine besseren Alternativen gibt als noch mehr Tod und Zerstörung", sagte er. Zudem bestätigte er die Übermittlung des 15-Punkte-Plans zur Beilegung des Kriegs an den Iran. Teheran hat laut einem Medienbericht bereits Gegenforderungen gestellt.

Der Konflikt um die Straße von Hormuz

Der von den USA und Israel angegriffene Iran hatte seit Kriegsbeginn wiederholt Schiffe in der Straße von Hormuz per Funk dazu aufgerufen, diese nicht zu passieren. Teheran griff in der Region seither wiederholt auch Schiffe an - mit gravierenden Auswirkungen auf den weltweiten Handel von Gas und Öl.

Die Meerenge ist die einzige Verbindung des Persischen Golfs mit den Weltmeeren und gilt als eine der wichtigsten Routen der Seefahrt weltweit. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wird durch die Passage transportiert. Der größte Teil davon geht in Richtung China, Indien und in andere asiatische Länder. Auch etwa 20 Prozent des weltweiten Flüssiggashandels läuft durch die Meerenge.

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