Israel will laut Minister Katz Teile des Südlibanons kontrollieren. Der Iran schickt Raketen in Richtung Israel. Alle aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg im Live-Bericht.
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Iran-Krieg, Tag 25: Iran dementiert Gespräche, Revolutionsgarden im Libanon
Die Lage im Iran-Krieg bleibt unübersichtlich. Wir versuchen täglich, Ihnen die wichtigsten Ereignisse der vergangenen 24 Stunden auf einen Blick zusammenzufassen.
© EPA/ALAA BADARNEH
Seit 28. Februar tobt ein neuer Krieg im Nahen Osten. Israel und die USA setzen ihre Luftangriffe gegen den Iran unentwegt fort, der reagiert mit großflächigen Drohnen- und Raketenangriffen auf fast alle Staaten der Region. Dieses Briefing bietet einen Überblick über die wichtigsten Geschehnisse der letzten 24 Stunden in betroffenen Ländern.
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Iran
- Keine Gespräche? Der einflussreiche Parlamentspräsident Mohammed Baker Ghalibaf ist der bisher hochrangigste namentlich genannte iranische Politiker, der am Dienstag Gespräche mit der US-Regierung dementierte. Damit widerspricht die Führung in Teheran offen der Darstellung Donald Trumps, beide Seiten würden miteinander verhandeln.
- Energieinfrastruktur getroffen. Die iranische staatliche Nachrichtenagentur Fars behauptete am Dienstag, dass bei israelischen und US-amerikanischen Luftangriffen ein Verwaltungsgebäude einer Gasdruckregelstation in Isfahan und eine Erdgas-Pipeline in Khorramshahr beschädigt worden sei. Beides zählt als Energieinfrastruktur - solche Angriffe hatte Trump eigentlich bis Freitag ausgeschlossen.
- Verhaftungswelle. Staatlichen Medien zufolge wurden im Iran im Verlauf des vergangenen Wochenendes 466 Menschen wegen "Online-Aktivitäten zur Untergrabung der nationalen Sicherheit" festgenommen. Die Polizei erklärte am Dienstag, die verhafteten Personen stünden mit "feindlichen Netzwerken" in Verbindung.
- Warum das wichtig ist: Grundsätzlich verfolgen Israel und die USA nach vor das Ziel, mit ihren Militärschlägen den Weg für einen Aufstand des iranischen Volkes zu ebnen, durch den das Regime in Teheran gestürzt werden kann. Seit Kriegsbeginn wurden im Iran jedoch bereits Hunderte aufgrund ihrer Online-Aktivitäten verhaftet, das Regime sitzt auch deshalb weiter scheinbar fest im Sattel, weil es Kritiker im Inland verfolgt.
Israel
- Raketenangriffe im Land. In der Küstenmetropole Tel Aviv schlugen in der Nacht auf Dienstag an vier Orten Trümmer abgefangener Raketen ein, sechs Menschen wurden laut Behördenangaben verletzt. Das iranische Fernsehen hatte zuvor erneut Angriffe auf Israel angekündigt. Bilder einer Blindgänger-Rakete, die im Westjordanland einschlug, gingen um die Welt.
- Keine Hoffnung auf einen Deal. Laut israelischen Medienberichten rechnet die Regierung in Jerusalem nicht damit, dass die USA sich mit der iranischen Führung auf ein friedliches Kriegsende einigen können. Demnach geht Israel davon aus, dass sich der Iran nicht darauf einlassen wird, sein Atomprogramm vollständig aufzugeben.
- Warum das wichtig ist: Israel scheint inzwischen zunehmend andere Ziele in diesem Krieg zu verfolgen als die USA. Während es US-Präsident Trump nach der Tötung der obersten iranischen Führungsriege vor allem darum zu gehen scheint, die globale Energiesicherheit wiederherzustellen, geht es Israel vor allem um die eigene nationale Sicherheit. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zeigt deshalb bisher keine Signale für ein baldiges Kriegsende vonseiten Israels.
Libanon
- Revolutionsgarden befehligen Hisbollah. Libanons Ministerpräsident Nawaf Salam gab dem saudischen TV-Sender al-Hadath ein bemerkenswertes Interview. Darin behauptet er, die Militäraktionen der Terrormiliz Hisbollah würden von Offizieren der iranischen Revolutionsgarden geleitet: "Diese Leute sind illegal ins Land gekommen und führen leider die Militäroperation im Libanon." Auch der Drohnenangriff auf die britische Basis Akrotiri auf Zypern Anfang März sei von der Hisbollah ausgegangen, so Salam.
- Israels Offensive geht weiter. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte am Montagabend nach einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump, Israel werde seine Offensive im Libanon fortsetzen. Am Dienstag beschoss Israels Armee die libanesische Hauptstadt Beirut.
- Warum das wichtig ist: Seit Kriegsbeginn wird darüber spekuliert, dass Israel jene Gebiete, die es bei seiner Offensive im Südlibanon erobert, annektieren könnte. Nun hat der rechte Finanzminister Bezalel Smotrich genau das gefordert: Die neue Nordgrenze Israels "muss der Fluss Litani sein", so Smotrich.
Alle aktuellen Entwicklungen im Iran-Krieg
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