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Nach tödlichem Angriff: Indien bestellt russischen Diplomaten ein

Bei einem russischen Angriff im Schwarzen Meer sind vier indische Seeleute gestorben.
Rauchender, stark beschädigter Schiffsrumpf auf dem Meer.

Zusammenfassung

  • Indien hat nach dem Tod von vier indischen Seeleuten bei einem russischen Raketenangriff im Schwarzen Meer einen ranghohen russischen Diplomaten einbestellt.
  • Neu-Delhi bezeichnete Angriffe auf die zivile Schifffahrt und den Tod von Zivilisten als inakzeptabel und warnte vor Folgen für Sicherheit und Stabilität des internationalen Seehandels.
  • Nach ukrainischen Angaben wurde der Frachter „Golden Leo“ beim Verlassen eines ukrainischen Hafens beschossen; insgesamt starben zehn Menschen, eine russische Stellungnahme lag nicht vor.

Nach dem Tod von vier indischen Seeleuten bei einem Raketenangriff im Schwarzen Meer hat das Außenministerium in Neu-Delhi einen ranghohen russischen Diplomaten einbestellt. Der russische Gesandte Wladimir Ladanow sei aufgefordert, Indiens „ernste Besorgnis“ nach Moskau zu übermitteln, teilte das Ministerium mit. Angriffe auf die zivile Schifffahrt und der Tod von Zivilisten seien „inakzeptabel“. Sie gefährdeten die Sicherheit und Stabilität des internationalen Seehandels.

Drei Marschflugkörpern beschossen

Ukrainischen Angaben zufolge hatte Russland den unter der Flagge Guinea-Bissaus fahrenden Frachter „Golden Leo“ am Sonntag beim Verlassen eines ukrainischen Hafens mit drei Marschflugkörpern beschossen. Dabei seien zehn Menschen getötet worden, darunter die vier Inder. Die Besatzung bestand aus indischen und syrischen Seeleuten. Das Schiff gehört laut Daten des Anbieters LSEG dem im indischen Mumbai ansässigen Unternehmen Ocean Grace Shipping. Eine russische Stellungnahme lag nicht vor.

Indische Seeleute sind auch durch Beschuss im Iran-Krieg ums Leben gekommen. Indien protestierte deswegen sowohl bei den USA als auch beim Iran.

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