Politik | Ausland
08.01.2018

GBR: 24.000 versuchte Porno-Zugriffe aus Parlament

Das geht aus offiziellen Angaben hervor. 2016 waren insgesamt mehr als 100.000 versuchte Zugriffe verzeichnet worden.

Seit der Neuwahl in Großbritannien - also seit einem knappen halben Jahr - gab es im britischen Parlament mehr als 24.000 Versuche, auf pornographische Webseiten zuzugreifen. So gab es etwa zwischen Juni und Oktober 2017 am Tag rund 160 Versuche. Dies geht aus offiziellen Angaben hervor, die Nachrichtenagentur Press Association hatte zuvor eine Anfrage gestellt.

Laut einem Sprecher sollen die Webseiten aber vom internen Netzwerk blockiert worden sein. Wie der Daily Mirror etwa berichtet, soll das System 2016 in Summe 113.208 Versuche blockiert haben. Klingt viel, im Vergleich zum Vorjahr ist das jedoch bereits ein deutlicher Rückgang. 2015 gab es noch 213.020 (versuchte) Abrufe.

Erst Mitte Dezember war der britische Vize-Premierminister und Kabinettschef Damian Green (siehe Bild oben) wegen Belästigungs-Vorwürfen zurückgetreten. Der 61-Jährige galt als enger Vertrauter von Premierministerin Theresa May im Kabinett. Die Regierung hatte eine interne Untersuchung gegen Green eingeleitet, nachdem eine Frau ihm vorgeworfen hatte, ihr Knie berührt und ihr anzügliche Textnachrichten geschickt zu haben. Ehemalige Polizisten behaupteten zudem, auf einem Dienstrechner Greens seien Tausende pornografische Bilder entdeckt worden. Green hatte die Vorwürfe vehement bestritten.

Weitere personelle Veränderungen

Im Zuge einer Kabinettsumbildung diese Woche wird mit weiteren personellen Veränderungen in Mays Regierung gerechnet. Berichten zufolge könnten bis zu sechs Minister abgelöst oder versetzt werden. Als Wackelkandidaten gelten Justizministerin Justine Greening, Wirtschaftsminister Greg Clark und Andrea Leadsom, die als Fraktionssprecherin an Kabinettssitzungen teilnimmt.

Außenminister Boris Johnson, Schatzkanzler Philip Hammond, Innenministerin Amber Rudd und Brexit-Minister David Davis sollten den Berichten zufolge auf ihren Posten bleiben.