"Es ist peinlich": Kaliforniens Gouverneur rechnet mit Europa ab
Während die Welt auf die heutige Rede von Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos wartet, hat der Gouverneur Kaliforniens bereits ordentlich ausgeteilt – und zwar in Richtung Europa.
Wegen der aus seiner Sicht unterwürfigen Haltung gegenüber dem US-Präsidenten übt Gavin Newsom, der als Präsidentschaftskandidat 2028 gehandelt wird, scharfe Kritik: Die Europäische Union solle Trump "sehr aggressiv zurückdrängen", "Feuer mit Feuer bekämpfen". Trump sei "Schwäche, die sich als Stärke tarnt", er sei "gut darin, Schwächen auszunutzen. Aber er weicht zurück, wenn man ihm ins Gesicht schlägt".
Es sei daher Zeit, "ernst zu werden und aufzuhören, sich mitschuldig zu machen. Es ist Zeit, aufrecht und standhaft zu sein. Rückgrat zu zeigen", fordert Newsom.
"Nobelpreise werden weitergegeben. Das ist einfach erbärmlich"
Er könne "diese Komplizenschaft nicht mehr ertragen, wie Leute klein beigeben“, sagte der Gouverneur des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaats am Dienstag dem britischen Sender Sky News am Rande des WEF. "Ich hätte ein paar Knieschoner für alle Staats- und Regierungschefs mitbringen sollen."
"Nobelpreise werden weitergegeben. Das ist einfach erbärmlich", fuhr er fort. "Ich hoffe, die Leute verstehen, wie erbärmlich sie auf der Weltbühne dastehen - jedenfalls aus amerikanischer Sicht. Es ist peinlich."
Trump "ist ein T-Rex"
Mit Diplomatie, so der Top-US-Demokrat, habe man bei Trump keine Chance. "Er ist ein T-Rex. Entweder man paart sich mit ihm oder er verschlingt einen."
Die Europäer, so warnt er, könnten verschlungen werden, "wenn sie bei diesem Kurs bleiben. Sie müssen aufrecht und standhaft bleiben und geeint auftreten."
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