© EPA/STUART BROCK

Politik Ausland
12/02/2021

Frankreich lehnt Patrouillen mit Briten am Ärmelkanal ab

Keine Lösung in der Flüchtlingskrise: Premier Castex weist Johnsons Vorschlag zurück.

Frankreichs Premierminister Jean Castex hat den Vorschlag seines britischen Amtskollegen Boris Johnson von gemeinsamen Einsätzen zur Bekämpfung der Flüchtlingskrise am Ärmelkanal abgewiesen. Gemeinsame Patrouillen auf französischem Boden, die Migranten an der illegalen Überfahrt in kleinen Booten hindern sollten, lehne er ab, schrieb Castex an Johnson, wie die französische Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag berichtete.

"Wir können nicht akzeptieren, dass britische Polizisten oder Militärangehörige an unseren Küsten patrouillieren, schon aus Gründen unserer Souveränität", hieß es in dem Schreiben.

Johnson hatte außerdem ein Abkommen mit Frankreich zur Rücknahme von Migranten gefordert. Frankreich schlug im Gegenzug ein EU-Abkommen mit den Briten vor, das zu zu einer Aufgabenverteilung zwischen Großbritannien und den übrigen Ländern am Ärmelkanal führen solle. Geschaffen werden müssten legale Migrationswege nach Großbritannien, denn bisher übernähmen die Briten nicht ihren Anteil an Asylbewerbern.

Vor gut einer Woche starben im Ärmelkanal 27 Menschen auf dem Weg nach Großbritannien, weil ihr Boot kenterte. Schon seit längerem ringen beiden Länder um einen Umgang mit der steigenden Zahl von Migranten, die über den Ärmelkanal nach Großbritannien gelangen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.