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Politik Ausland
08/14/2020

Erdogan will Beziehungen zu Emiraten "einfrieren"

"Denn wir stehen an der Seite des palästinensischen Volkes", so der türkische Präsident.

Die Türkei will ihre diplomatischen Beziehungen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten nach deren Annäherung mit Israel ruhen lassen. "Ich habe meinen Außenminister beauftragt und gesagt, dass wir besonders die diplomatischen Beziehungen mit der Führung in Abu Dhabi einfrieren oder auch den Botschafter abziehen könnten", sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Freitag in Istanbul.

"Denn wir stehen an der Seite des palästinensischen Volkes", so der türkische Staatschef. Zuvor hatte das Außenministerium die Annäherung bereits als "Verrat" an den Palästinensern kritisiert.

Historisches Abkommen

Israel und die Emirate hatten sich in einem historischen Schritt überraschend auf ein Abkommen verständigt. Die beiden Staaten wollen ihre Beziehungen normalisieren. Im Gegenzug setzt Israel demnach seine umstrittenen Annexionspläne im besetzten Westjordanland aus. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu betonte zugleich, die Annexionspläne im besetzten Westjordanland seien nicht grundsätzlich vom Tisch. Sowohl bei israelischen Siedlern als auch bei der Palästinenserführung stieß das Abkommen auf Kritik.

Zu Israel unterhielt die Türkei seit langem enge Beziehungen. Sie war 1948 der erste mehrheitlich muslimische Staat, der Israel anerkannte und diplomatische Beziehungen aufbaute. In den letzten Jahren hat sich das Verhältnis aber zum Teil drastisch verschlechtert.

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