Ziel des Programms sei es, Flüchtlinge an den deutschen Arbeitsmarkt zu gewöhnen.

© APA/HARALD SCHNEIDER

WERBUNG
10/20/2016

D: Wenig Interesse an Ein-Euro-Job-Programm

Laut einem Bericht des deutschen Arbeitsministeriums seien von den 100.000 vorgesehenen Plätzen seit 1. August lediglich 739 beantragt worden.

In Deutschland läuft das Ein-Euro-Job-Programm für Flüchtlinge nur schleppend an. Seit dem Start des Programms am 1. August seien bis zum 9. September erst 739 Teilnehmerplätze für diese sogenannte Flüchtlingsintegrationsmaßnahme beantragt worden, berichtet die Süddeutsche Zeitung (Donnerstagsausgabe). Sie beruft sich auf einen Bericht des zuständigen Arbeitsministeriums.

Teilnahme "überaus dürftig"

In Deutschland läuft das Ein-Euro-Job-Programm für Flüchtlinge nur schleppend an. Seit dem Start des Programms am 1. August seien bis zum 9. September erst 739 Teilnehmerplätze für diese sogenannte Flüchtlingsintegrationsmaßnahme beantragt worden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Donnerstagsausgabe). Sie beruft sich auf einen Bericht des zuständigen Arbeitsministeriums.

Vorgesehen sind in dem Programm 100.000 Stellen für Flüchtlinge. Laut dem Bericht, der der "SZ" vorliegt, hatte auch bis zum 19. September "noch keine Maßnahme begonnen". Das Programm, für dessen Umsetzung die Bundesagentur für Arbeit zuständig ist, soll Asylbewerbern helfen, den deutschen Arbeitsmarkt kennenzulernen.

Die Teilnahme sei "überaus dürftig", sagte die Grüne Budgetpolitikerin Ekin Deligöz der Zeitung. Die Regierung müsse das "als klares Warnsignal sehen und schnellstmöglich Ursachenforschung betreiben". Das Programm sei sicherlich gut gemeint. Aber möglicherweise habe sich Arbeitsministerin Andrea Nahles mit ihrer Ankündigung zu Jahresbeginn zu früh auf die Zielmarke von 100.000 festgelegt, ohne zu klären, ob das realistisch sei.

Höhere Zahle bei Auswertung im November erwartet

Eine Sprecherin der Nürnberger Bundesagentur erklärte, die geringe Teilnehmerzahl sei "kein Grund zur Sorge". Das Programm sei ja erst angelaufen. Bei der geplanten ersten Auswertung Ende November sei mit einer "deutlich höheren" Zahl an beantragten Plätzen zu rechnen. Auch das Arbeitsministerium stellte fest: Wie bei jedem Programm sei hier "mit einer gewissen Anlaufzeit zu rechnen".

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hatte allerdings bereits im Juni durchblicken lassen, dass die Zahl 100.000 sehr ambitioniert sei. Für das Programm wurden im Budget 75 Millionen Euro außerplanmäßig zur Verfügung gestellt. Für die kommenden drei Jahre sind sogar jährlich 300 Millionen Euro für jeweils 100.000 Plätze eingeplant.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.