Politik | Ausland
25.06.2018

Dortmund: Rechtsextreme attackierten jungen Mann jüdischen Glaubens

Der jüdische Mann wurde in Dortmund auf offener Straße angegriffen. In Deutschland ist dies heuer nicht der erste Vorfall.

Rechtsextremisten haben in Dortmund einen ihnen bekannten Mann jüdischen Glaubens angegriffen. Der 26-jährige Dortmunder wurde nach Polizeiangaben am Sonntagmittag von drei polizeibekannten Männern antisemitisch beleidigt und beschimpft. Einen Faustschlag in Richtung Kopf konnte er abwehren. Am Sonntagabend traf er erneut auf einen von ihnen und beobachtete, wie dieser sich mit einem unbekannten Vierten mit dem verbotenen Hitlergruß begrüßte. Anschließend bedrohten und beleidigten sie das Opfer erneut.

Berliner "Gürtelschläger" vor Gericht

Immer wieder kommt es in Deutschland zu antisemitischen Übergriffen. Im April diesen Jahres ging ein Video viral, in dem zu sehen ist, wie ein junger, Kippa tragender Mann im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg auf offener Straße mit einem Gürtel geschlagen wird. Der Täter sitzt diese Woche vor Gericht. Als Reaktion auf den Vorfall fanden in zahlreichen deutschen Städten Solidaritätsbekundungen statt, allein in Berlin gingen 2.500 Menschen auf die Straße. Ebenfalls in Berlin wurde im März eine Zweitklässlerin von älteren Schülern aus muslimischen Familien wegen ihres jüdischen Glaubens beschimpft und bedroht.