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Politik Ausland

Deutschland macht Druck: Impfstoff vor Weihnachten zulassen

Deutschland macht Druck und fordert eine raschere Zulassung des Impfstoffes.

12/15/2020, 06:07 AM

Die deutsche Bundesregierung dr√§ngt bei der Europ√§ischen Arzneimittelbeh√∂rde (EMA) auf eine Zulassung des Biontech/Pfizer-Impfstoffs noch vor Weihnachten. Berlin verlange, das Vakzin bis zu 23. Dezember auf EU-Ebene und damit auch in Deutschland freizugeben, berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf Regierungs- und EU-Kreise.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärte unterdessen, eine Mehrheit der Deutschen könnte bis Sommerende 2021 geimpft werden.

Die EMA hat bisher eine Entscheidung f√ľr den 29. Dezember angek√ľndigt. Dies gelte in Kreisen der Bundesregierung als zu sp√§t.

In Großbritannien, den USA und Kanada ist das Vakzin von Biontech und Pfizer bereits zugelassen. Dort liefen die Impfaktionen auch schon an.

Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass bis Ende Sommer 2021 rund 60 Prozent der B√ľrger in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft sein k√∂nnten. Stand heute k√∂nne im Sommer mit einer solch gro√üen Zahl an Impfdosen gerechnet werden, dass dann im Sommer weite Teile der Bev√∂lkerung geimpft werden k√∂nnten, sagte der CDU-Politiker am Montagabend im ZDF-"heute-journal" auf die Frage, wann 60 Prozent der Bev√∂lkerung geimpft sein k√∂nnten.

Jedem, der wolle, solle bis dahin ein Impfangebot gemacht werden k√∂nnen. Laut Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist eine Durchimpfungsrate von 60 bis 70 Prozent der Bev√∂lkerung f√ľr eine wirkungsvolle Bek√§mpfung der Corona-Pandemie n√∂tig.

Spahn sagte weiter: "Unser Ziel ist, dass es noch vor Weihnachten eine Zulassung gibt und dass wir dann auch noch in diesem Jahr beginnen können zu impfen, auch hier in Deutschland - entscheiden muss am Ende die (Europäische Arzneimittel-Agentur) Ema." Das Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (Ema) die Zulassung des Corona-Impfstoffs beantragt. Spätestens am 29. Dezember soll das Gutachten des Expertenausschusses vorliegen.

Spahn f√ľgte hinzu, eine ordentliche Zulassung mache Sinn, damit sich viele B√ľrger impfen lie√üen. "Aber ja, sie (die Impfung) sollte z√ľgig kommen." Stand heute sei f√ľr das erste Quartal mit 12 bis 13 Millionen Impfdosen zu rechnen. Wenn es eine zus√§tzliche Zulassung von Astra Zeneca oder Johnson & Johnson in diesem ersten Quartal g√§be, "h√§tten wir auch zus√§tzliche Impfdosen verf√ľgbar". "Das ist durchaus realistisch, aber eben auch noch nicht sicher."

Er k√∂nne jedenfalls versichern, dass Deutschland durch die Notfallzulassung des Impfstoffes in den USA keine Nachteile haben werde. "Wir haben Vertr√§ge als Europ√§ische Union, Gro√übritannien hat Vertr√§ge, die Vereinigten Staaten haben Vertr√§ge - und jeder hat sich eben f√ľrs erste Quartal in diesen Vertr√§gen auch entsprechende Mengen gesichert." Von den EU-Vertr√§gen werde nichts weggenommen oder fr√ľher woanders hin ausgeliefert, "das ist nicht der Fall".

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