Politik | Ausland
04.01.2018

Deutschland: Diskussion um AfD-Kicker im FC Bundestag

Im FC Bundestag spielen Politiker aus allen Fraktionen - rechtsnationales Gedankengut passt nicht zu den Zwecken der Mannschaft, sagt jetzt ein SPD-Politiker.

Dirk Wiese (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, hat keine Lust auf gemeinsames Kicken mit AfD-Abgeordneten in der Parlaments-Fußballmannschaft FC Bundestag.

„Wir spielen für gute Zwecke, wir kicken international“, sagte Wiese der Saarbrücker Zeitung. Dazu passe rechtsnationales Gedankengut nicht. Gegen Rassismus müsse man überall Farbe bekennen, „im Plenum, in den Ausschüssen und auf'm Platz“.

Zuletzt war bekannt geworden, dass mehrere AfD-Abgeordnete offenbar gern beim FC Bundestag mitspielen möchten. Wiese sagte der Zeitung, dass es dazu eine Diskussion innerhalb des Teams gebe - und diese sei noch nicht abgeschlossen. Sollten letztlich AfDler mitkicken dürfen und eine rechtsnationale Gesinnung auf dem Fußballplatz nach außen tragen, dann gebe es eine deutliche Ansage, sagte Wiese weiter. „Und einen Platzverweis.“

Der FC Bundestag bestreitet nach eigenen Angaben rund 20 Spiele im Jahr, das Team ist interfraktionell besetzt. Kapitän der Mannschaft ist der CDU-Abgeordnete Marcus Weinberg.