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Menschenrechte
11/15/2013

China schafft Arbeitslager zur Umerziehung ab

Die KP setzt auf Reformen: Umerziehungslager sollen bald Geschichte sein – und der Frauenmangel sorgt für ein Umdenken in der Familienpolitik.

Chinas kommunistsische Führung hat überraschend angekündigt, radikale Reformen in Angriff nehmen zu wollen: Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua will man das - international scharf kritisierte - System der "Umerziehung durch Arbeit" abschaffen. Auch soll es künftig weniger Eingriffe der Politik in die Wirtschaft geben; darüber hinaus sollen Lockerungen bei der Ein-Kind-Politik geschaffen werden. Die Anzahl der mit dem Tode bestraften Delikte soll verringert werden.

Die Entscheidung gehöre zu einer Reihe von Schritten, mit denen die "Menschenrechts- und juristischen Methoden verbessert werden" sollten, meldete Xinhua am Freitag mehrere Tage nach einem Treffen von Spitzenpolitikern der Kommunistischen Partei. Gemäß dem System "Umerziehung durch Arbeit" konnten die Behörden bisher Angeklagte ohne Prozess zu jahrelanger Haft in Arbeitslagern verurteilen.

Gelockerte Familienpolitik

Auch die bisherige Ein-Kind-Politik soll Xinhua zufolge gelockert werden - sie hatte in jüngerer Vergangenheit zu einem erheblichen Männerüberschuss geführt. Vorgesehen ist demnach, dass Ehepaare zwei Kinder haben dürfen, wenn ein Elternteil Einzelkind ist. Die sogenannte Ein-Kind-Politik gilt seit den späten 70er Jahren. Um das Bevölkerungswachstum einzudämmen, dürfen in Städten lebende Paare dürfen nur ein Kind bekommen. Paare auf dem Land dürfen ein zweites Kind bekommen, wenn das erste ein Mädchen ist.

Männerüberschuss und Frauenmangel

CHINA SOCIETY

Chinas Ein-Kind-Politik

A CHINESE GIRL TOUCHES A SCULPTURE PROMOTING CHINA

A woman carries her two babies at a railway statio…

A preschool student looks up as other children tak

Elderly man sits at cafeteria of Cherish-Yearn car

File photo showing a child watching the diving com

Quadruplets lie in a special care room of the Red …

A nurse checks Yang Huiqing before she has a cesar

CHINA DAILY LIFE

A police officer stands while holding handcuffs du

Xinhua meldete außerdem, gemäß den Entscheidungen der KP solle "Schritt für Schritt" die Zahl der Delikte verringert werden, die mit der Todesstrafe geahndet werden. Ein entsprechendes umfangreiches Reformpaket beinhaltet unter anderem, die Förderung ausländischer Investitionen sowie eine Zinsreform und eine Stärkung der Eigentumsrechte. Auch die Sozialsysteme sollen umgebaut werden. Chinas Präsident Xi Jinping kündigte der staatlichen Agentur Xinhua zufolge an, die Reformen mit größerem Druck voranzutreiben, um ein gesundes Wirtschaftswachstum sicherzustellen. Vorab durchgesickerte Details zu den Plänen befeuerten am Freitag bereits den chinesischen Aktienmarkt.

Die regierenden Kommunisten hatten am Dienstag Reformen angekündigt, um in dem Schwellenland bis zum Jahr 2020 mehr Marktwirtschaft zuzulassen. Zunächst war unklar, wie diese detailliert aussehen würden.

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