Bolivien und USA unterzeichneten gemeinsames Anti-Drogen-Abkommen
Bolivien hat erstmals seit knapp 20 Jahren wieder ein Abkommen mit den USA zur gemeinsamen Bekämpfung von Drogenbanden unterzeichnet. Darin sei vorgesehen, dass die USA bolivianische Sicherheitskräfte im Kampf gegen Drogen ausbilden und ausrüsten, wie die US-Botschaft in La Paz am Dienstag mitteilte.
2008 hatte der damalige linksgerichtete Präsident Evo Morales die Beziehungen zu den USA abgebrochen und die Beamten ihrer Anti-Drogen-Behörde DEA des Landes verwiesen.
Boliviens gegenwärtiger konservativer Staatschef Rodrigo Paz, der sein Amt im November antrat, hat eine Kehrtwende eingeleitet. Washington will nun 20 Millionen Dollar (17,2 Millionen Euro) in die Zusammenarbeit mit dem südamerikanischen Land gegen den Drogenschmuggel investieren. Als drittgrößter Kokain-Produzent der Welt spielt Bolivien dabei eine wichtige Rolle.
"Die Vereinigten Staaten arbeiten direkt mit der bolivianischen Regierung zusammen, um Ausbildung, Ausrüstung und andere Formen der Unterstützung zu liefern", erklärte die US-Botschaft. Bei den Bemühungen gehe es um die Zerschlagung von Drogenbanden, die Verfolgung von Finanzdelikten und mehr Transparenz bei Polizei und Justiz. Die Federführung bei der Kooperation hat die US-Behörde Bureau of International Narcotics and Law Enforcement Affairs (INL).
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