Blauhelme in Ukraine: USA begrüßen russischen Vorschlag

Ein ukrainischer Soldat bei einer NATO-Übung.
Volker: Eröffnet viele neue Möglichkeiten für Friedensverhandlungen.

Die USA haben den russischen Vorschlag für die Entsendung von Blauhelmen in den Osten der Ukraine begrüßt. Der Vorschlag eröffne viele neue Möglichkeiten für die Friedensverhandlungen, sagte der US-Sondergesandte Kurt Volker im Zuge einer Konferenz in Kiew am Samstag.

In einem Gespräch mit Angela Merkel vergangene Woche hatte der russische Präsident Wladimir Putin den Einsatz von UNO-Truppen im Osten der Ukraine vorgeschlagen. Die Blauhelme sollen dem Schutz der Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) dienen, die in dem Gebiet im Einsatz sind.

Auf die Frage, ob dieser Vorschlag ein Schritt hin zur Lösung des Konflikts sei, antwortete der US-Sondergesandte Volker: "Es gibt jetzt zumindest mehr mit dem wir arbeiten können. (...) Ich hoffe, dass wir kreativ und entschlossen genug sind und davon profitieren können."

Der ehemalige US-NATO-Botschafter wurde am 7. Juli als Sonderbotschafter der US-Regierung eingesetzt, um an der Lösung des Konflikt zu arbeiten. In der Ostukraine kämpfen Regierungstruppen seit 2014 gegen Separatisten, die von Russland unterstützt werden. Der Krieg im Kohlerevier Donbass soll bisher nach Zählung der Vereinten Nationen mehr als 10.000 Menschen das Leben gekostet haben.

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