Politik | Ausland
02.04.2017

Belästigungsklagen: "Fox News" zahlte Schweigegeld

Fünf Frauen haben dem "Fox News"-Moderator Bill O'Reilly Belästigung vorgeworfen. Sie sollen 13 Millionen Dollar erhalten haben.

Peinliche Enthüllung für den konservativen US-Fernsehmoderator Bill O'Reilly: Sein Sender Fox News und er selbst hätten insgesamt 13 Millionen Dollar (12,2 Millionen Euro) an fünf Frauen gezahlt, die dem Starkommentator Belästigung vorgeworfen hätten, berichtete die New York Times am Samstag.

O'Reilly ist eines der bekanntesten TV-Gesichter in den USA, seine allabendliche Talk-Sendung "The O'Reilly Factor" ist ein wichtiger Quotenbringer für Fox News.

Aus seinen rechtsgerichteten Überzeugungen macht der meinungsstarke Moderator in seinen Sendungen kaum einen Hehl. Auf die Enthüllung der New York Times reagierte er mit einem knappen schriftlichen Statement, in dem er die Vorwürfe nicht ausdrücklich bestritt. Wegen seiner Prominenz ziehe er "Klagen von Personen an, die von mir Geld wollen, um negative Berichterstattung zu vermeiden", erklärte O'Reilly.

13 Mio. Dollar gezahlt

Dem Zeitungsbericht zufolge zahlten Fox News und O'Reilly selbst den Frauen die 13 Millionen Dollar, damit sie ihre Vorwürfe nicht an die Öffentlichkeit bringen und keine Klagen einreichen. Es handle sich bei ihnen um Frauen, die entweder für O'Reillys Show arbeiteten oder dort regelmäßig zu Gast waren.

Zwei der Fälle waren bisher schon bekannt, die "New York Times" brachte nun nach eigenen Angaben drei weitere Fälle in Erfahrung. Im vergangenen Jahr hatte Fox-News-Chef Roger Ailes zurücktreten müssen, nachdem ihm mehrere Frauen sexuelle Übergriffe vorgeworfen hatten.