Warum beim Thema Sanktionen niemand über Putins Uran redet

Russlands Präsident Wladimir Putin
Von der Abhängigkeit von russischem Öl und Gas will sich die EU befreien. Aber Uran aus Russland bleibt unter dem Radar

Wenn Europa darüber nachdenkt, welche Unternehmen oder Sektoren es in Russland wegen des Krieges unter Sanktionen stellen könnte, fällt ein Name nie: Rosatom – die staatliche Atomenergiegesellschaft Russlands.

Die von Wladimir Putin vor 15 Jahren gegründete Organisation umfasst neben dem riesigen Atomwaffenkomplex des Landes auch weltweit Dutzende zivile Unternehmen. Sie ist der zweitgrößte Produzent von Uran weltweit – und damit unverzichtbar für viele Staaten, in denen Atomkraftwerke stehen. Noch mehr Uran als Rosatom fördert nur noch der kasachische Konzern Kazatomprom.

In Russland selbst holt die direkt dem Kreml unterstellte Rosatom nur sechs Prozent der weltweiten Uranproduktion aus den Minen.

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