„Ort der Unreinheit“: Rabbiner gegen Badestrand am See Genezareth
Zusammenfassung
- Ein neuer öffentlicher Badestrand am See Genezareth sorgt bei strengreligiösen Rabbiner in Israel wegen fehlendem Sichtschutz und Umkleiden für scharfen Widerstand.
- Der Strand liegt nahe der Hauptzufahrt zum Grab des Rabbiners Meir in Tiberias und wird von Ultraorthodoxen als ernsthafte spirituelle Gefahr für das Gebiet bezeichnet.
- Rabbiner Mosche Sternbuch und Mitglieder der „Edah ha-Haredit“ riefen dazu auf, die Straße zu meiden und forderten die Stadt Tiberias zum Eingreifen auf.
Ein neuer Badestrand am See Genezareth stößt auf Widerstand strengreligiöser Rabbiner in Israel. Von dem Strandabschnitt ohne Sichtwände und Umkleiden gehe eine ernsthafte spirituelle Gefahr für das gesamte Gebiet aus, heißt es in einer Kampagne ultraorthodoxer Rabbiner in Tiberias und Jerusalem. Darüber berichtete laut Kathpress und Nachrichtenagentur KNA der Sender Arutz Scheva am Montag.
Der kürzlich eröffnete öffentliche Strand befindet sich laut Bericht in der Nähe der Hauptzufahrt zum Grab des antiken jüdischen Gelehrten und als Wundertäter geltenden Rabbiners Meir in Tiberias.
Straße für ultraorthodoxen Rabbiner „Ort der Unreinheit“
Der einflussreiche ultraorthodoxe Jerusalemer Rabbiner Mosche Sternbuch rief seine Anhänger in einem Brief auf, die Straße künftig zu meiden, da diese „ein Ort der Unreinheit und Zügellosigkeit ist“. Das Passierverbot sei in der Interpretation einiger Rabbiner so gewichtig, dass es vorzuziehen sei, getötet zu werden, als zu sündigen. Der Rabbiner rief die zuständigen Behörden der Stadt Tiberias auf, die Situation zu beheben. Er warnte sie, dass andernfalls „der Zorn Gottes über sie kommt“.
Auch Mitglieder des Rabbinatsgerichts der radikalen ultraorthodoxen „Edah ha-Haredit“ erließen ein Nutzungsverbot für die Straße. Sie verwiesen auf eine alternative Zufahrt.
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