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119 Milliarden Dollar für Atomwaffen: Weltweite Ausgaben auf Rekordniveau

Laut eines Berichts verfügt Russland mit 5.420 über die meisten Atomwaffen, dicht gefolgt von den USA mit 5.042.
Russische Atomraketen „Topol-M“ bei einer Militärparade in Moskau.

Zusammenfassung

  • Die neun Atommächte investierten 2025 laut ICAN-Bericht 119 Milliarden Dollar in Atomwaffen, das entspricht über 3.200 Euro pro Sekunde.
  • Die USA gaben mit 69,2 Milliarden Dollar am meisten für Atomwaffen aus, gefolgt von China, Großbritannien und Russland.
  • Russland besitzt mit 5.420 die meisten Atomwaffen, gefolgt von den USA mit 5.042 und China mit 620.

Die neun Atommächte haben im vergangenen Jahr 19 Prozent mehr in Atomwaffenarsenale investiert als im Jahr davor. Das geht aus einem Bericht der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) hervor. Sie beziffert den Gesamtbetrag auf 119 Milliarden Dollar (rund 102 Mrd. Euro). Damit hätten diese Länder im vergangenen Jahr zusammen gut 3.200 Euro pro Sekunde für ihre Atomwaffenarsenale ausgegeben.

Die Organisation war die treibende Kraft hinter dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag. Sie erhielt dafür 2017 den Friedensnobelpreis. Der Vertrag trat 2021 in Kraft.

2025 hätten die USA mehr Geld für Atomwaffen ausgegeben als die acht anderen Länder mit solchen Waffen zusammen, berichtet ICAN. Insgesamt hätten sie 69,2 Milliarden Dollar investiert, gefolgt von China mit 13,5 Milliarden Dollar. Großbritannien habe Russland auf den dritten Platz abgelöst, mit Investitionen von 12,6 Milliarden Dollar. In Russland seien es 9,5 Milliarden Dollar gewesen.

Wer die meisten Atomwaffen hat

Nach Angaben von ICAN hat Russland mit 5.420 die meisten Atomwaffen. Dahinter nennt sie die USA mit 5.042, China mit 620, Frankreich mit 300, Großbritannien mit 225, Indien mit 190, Pakistan mit 170, Israel mit 90 und Nordkorea mit 60.

Rechnerisch könnten die Investitionen eines einzigen Tages dafür sorgen, dass zwei Millionen Menschen nicht mehr um die nächste Mahlzeit bangen müssen, berichtet ICAN. Mit den Mitteln allein aus den letzten drei Jahren hätte demnach der Hunger in der Welt beendet werden können. "Die Ausgaben des Jahres 2025 hätten den regulären Haushalt der Vereinten Nationen für 32 Jahre decken können", heißt es in dem Bericht.

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