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© dpa-Zentralbild/Jens Kalaene

Statistik
11/04/2014

Armutsgefährdung in EU ging leicht zurück

In Österreich stieg sie leicht - der Wert liegt aber deutlich unter dem EU-Schnitt.

Die Zahl der von Armut und sozialer Ausgrenzung gefährdeten Menschen ist der Europäischen Union 2013 gegenüber 2012 geringfügig zurückgegangen. In Österreich stieg der Anteil gegenüber 2011 von 16,9 auf 18,8 Prozent - für 2012 lagen keine Zahlen vor. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Statistik von Eurostat hervor. Im Jahr 2013 waren demnach in der EU 122,6 Millionen Personen bzw. 24,5 Prozent der europäischen Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Gegenüber 2012 (24,8 Prozent) verringerte sich dieser Anteil zwar geringfügig, er war aber noch immer höher als im Jahr 2008 (23,8 Prozent). Österreich wies laut Eurostat im Jahr 2008 einen noch höheren Anteil als gegenwärtig auf - nämlich 20,6 Prozent.

Die höchsten Risiken für Armut und soziale Ausgrenzung verzeichnen Bulgarien (48,0 Prozent), Rumänien (40,4 Prozent), Griechenland (35,7 Prozent), Lettland (35,1 Prozent) und Ungarn (33,5 Prozent). Die niedrigsten Anteile meldeten Schweden (16,4 Prozent), Finnland (16,0 Prozent), die Niederlande (15,9 Prozent) und Tschechien (14,6 Prozent).

Europa 2020

Armutsgefährdet nach Zahlung von Sozialleistungen waren 2013 demnach in der EU 16,7 Prozent der Bevölkerung, in Österreich 14,4 Prozent. Ihr nationales Einkommen liegt somit unter 60 Prozent des nationalen verfügbaren Medianeinkommens. Als gefährdet nach EU-Definition gilt auch, wer unter erheblicher materieller Entbehrung leidet. Dies waren 2013 insgesamt 9,6 Prozent der EU-Bevölkerung, in Österreich 4,2 Prozent.

Ein weiteres Armutskriterium ist der Anteil an Personen in Haushalten mit sehr niedriger Erwerbstätigkeit. Weniger als 20 Prozent ihres Erwerbspotenzials ausgeschöpft haben im EU-Schnitt 10,7 Prozent, in Österreich waren es 7,8 Prozent. Die Verringerung der von Armut und sozialer Ausgrenzung gefährdeten Personen ist ein Kernziel der EU-Strategie "Europa 2020".

Zur Mitteilung von Eurostat

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