Anwalt: Keine Ermittlungen gegen Trump

U.S. President Trump with first lady Melania and t
Foto: REUTERS/YURI GRIPAS Trump mit seiner Familie auf dem Weg nach Camp David

Ein Anwalt des US-Präsidenten widerspricht Medienberichten, wonach in der Russland-Affäre persönlich gegen Trump ermittelt werde.

Der Anwalt von US-Präsident Donald Trump hat Einschätzungen widersprochen, dass in der Russland-Affäre gegen das Staatsoberhaupt persönlich ermittelt werde. "Tatsächlich wurde und wird nicht gegen den Präsidenten ermittelt", sagte Jay Sekulow am Sonntag dem TV-Sender CBS.

Trump hatte am Freitag von einer "Hexenjagd" gegen seine Person gesprochen. "Der Mann, der mich angewiesen hat, den FBI-Direktor zu feuern, ermittelt gegen mich, weil ich den FBI-Direktor gefeuert habe!", hatte Trump auf Twitter geschrieben. Sekulow sagte, Trump habe damit auf einen Bericht der Washington Post reagiert, wonach Sonderermittler Robert Mueller prüfe, ob Trump versucht habe, die Ermittlungen zu behindern, indem er im Mai FBI-Chef James Comey entlassen habe.

Die Russland-Ermittlungen haben in den vergangenen Tagen immer weitere Kreise gezogen. Zuletzt hatte es in Medienberichten geheißen, dass auch Trump persönlich wegen möglicher Justizbehinderung im Visier der Ermittlungen ist. Das Justizministerium, mehrere Kongressausschüsse und Sonderermittler Mueller sollen klären, ob die Präsidentenwahl von Russland beeinflusst wurde und ob es geheime Absprachen zwischen Trumps Team und Vertretern der Regierung in Moskau gab. Russland hat entsprechende Vorwürfe zurückgewiesen. Auch Trump hat bestritten, dass es Absprachen gab. Sekulow wurde als Anwalt eingestellt, um sich um diese Vorwürfe zu kümmern.

Natur statt Prunk

Trump verbringt erstes Wochenende in Camp David

Fünf Monate nach seinem Amtsantritt verbringt Donald Trump sein erstes Wochenende auf dem Präsidentensitz Camp David im US-Staat Maryland. Zusammen mit seiner Frau Melania, dem elfjährigen gemeinsamen Sohn Barron und den Eltern der First Lady flog Trump am Samstag per Helikopter auf das Anwesen im Catoctin Mountain Park rund 110 Kilometer nordwestlich von Washington.

Bisher hatte es der Republikaner vorgezogen, seine Wochenenden in seinem mondänen Club Mar-a-Lago in Palm Beach (Florida) oder im Trump National Golf Club in Bedminster (New Jersey) zu genießen. Camp David, das der Regierung gehört und dessen Verwaltung und Unterhalt die Steuerzahler nach Medienberichten pro Jahr acht Millionen Dollar (7,16 Mio. Euro) kostet, stand unterdessen leer.

"Camp David ist sehr rustikal"

In Medien war bereits spekuliert worden, ob Trump mit seinem ausgeprägten Hang zu Prunk sich jemals auf dem im Wald gelegenen Gelände blicken lassen würde. So erinnerte die Washington Post an eine Interview-Äußerung des Präsidenten kurz vor dessen Amtsantritt: "Camp David ist sehr rustikal, es ist nett, Sie würden es mögen. Wissen sie, wie lange Sie es mögen würden? Ungefähr 30 Minuten lang."

Barack Obama Foto: AP/Andrew Harnik Trumps Vorgänger Barack Obama hatte sich zu diesem frühen Zeitpunkt seiner Präsidentschaft schon vier Mal in Camp David aufgehalten.

This photo provided by the White House shows, Pres… Foto: AP/Eric Draper Vor ihm George W. Bush bereits elf Mal, und überhaupt hatte Bush eine Schwäche für so viel Natur: Insgesamt zog es ihn während seiner Präsidentschaft 149 Mal nach Camp David, wie Journalist Mark Knoller von CBS News errechnet hat.

(APA / tem) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?