Politik | Ausland
16.06.2017

Russland-Affäre: Auch Mike Pence hat nun persönlichen Anwalt

Gab es im Wahlkampf illegale Absprachen mit Russland? Der US-Präsident wird künftig von einem Watergate-erprobten Juristen vertreten.

Nach US-Präsident Donald Trump hat nun auch sein Stellvertreter Mike Pence einen persönlichen Anwalt beauftragt, ihn bei den Ermittlungen zu der Russland-Affäre juristisch zu vertreten. Der Jurist Richard Cullen werde ihn als externer Rechtsbeistand dabei unterstützen, Anfragen des unabhängigen Sonderermittlers zu beantworten, erklärte ein Sprecher von Pence am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. Für die Kosten werde kein Geld aus der Staatskasse verwendet.

Schon bei Watergate-Affäre juristisch tätig

Der frühere US-Bundesanwalt Cullen hat langjährige Erfahrung im Umgang mit politischen Skandalen. Er war unter anderem bei der Aufklärung der Watergate-Affäre in den 70er Jahren und im Iran-Contra-Skandal in den 80er Jahren juristisch tätig.

Pences Sprecher betonte, dass die politische Arbeit des Vizepräsidenten durch die Ermittlungen nicht beeinträchtigt werden solle: "Der Vizepräsident konzentriert sich ganz auf seine Pflichten, treibt die Agenda des Präsidenten voran und freut sich auf einen raschen Abschluss dieser Angelegenheit."

Gab es illegale Absprachen mit Russen?

Sonderermittler Robert Mueller geht der Frage nach, ob es im Wahlkampf illegale Absprachen zwischen Trumps Team und Russland gegeben habe. Laut US-Medien hat er die Ermittlungen inzwischen auf den Verdacht ausgeweitet, dass sich Trump persönlich des Straftatbestands der Behinderung der Justiz schuldig gemacht haben könnte.

Auch der Präsident hat sich bereits externen Rechtsbeistand zugezogen, um ihn gegenüber dem Sonderermittler Robert Mueller zu vertreten.