Kugel landete im Büro von Premier Samaras

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Foto: Reuters/JOHN KOLESIDIS Ein Polizist untersucht den Tatort in Athen.

Unbekannte feuerten mit Kalaschnikow auf Parteibüro. Bereits zuvor war es zu mehreren Anschlägen in Athen gekommen.

Unbekannte feuerten mit einem Sturmgewehr mehrere Schüsse auf die Büros der griechischen Partei Nea Dimokratia (ND) in Athen ab. Eine Kugel wurde im Büro des konservativen griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras gefunden, wie ein Regierungssprecher mitteilte.

Die Attacke fand in der Nacht auf Montag nach 02.00 Uhr statt. Verletzt wurde niemand.

Greece's PM Samaras attends a news conference at t Foto: Reuters/JOHN KOLESIDIS Premier Samaras war zum Zeitpunkt der Tat nicht in seinem Büro Die Polizei fand in der Nähe der Büros neun Patronen eines Kalaschnikow-Gewehres, wie das Staatsradio weiter berichtete. "Wir müssen alles tun, um zu zeigen, dass die Demokratie nicht terrorisiert werden kann", sagte Regierungssprecher Simos Kedikoglou im griechischen staatlichen Fernsehen.

Serie von Anschlägen

Die Schüsse reihen sich in eine Serie von Vorfällen in den vergangenen Tagen ein. Am frühen Samstagmorgen wurden zwei Bezirksbüros der konservativen Nea Dimokratia von Unbekannten in Brand gesetzt. An einem Büro der sozialistischen PASOK, die gleichfalls der Regierungskoalition angehört, wurden die Fensterscheiben zerstört. Am Freitag waren auch die Wohnungen von fünf griechischen Journalisten Ziel von Brandanschlägen. Am Sonntag wurde an der Wohnung des Bruders des Regierungssprechers Feuer gelegt.

In Griechenland wird vermutet, dass die Gewalt mit dem jüngsten Vorgehen der Polizei gegen Besetzer öffentlicher Gebäude zu tun haben könnte. Anfang der Woche hatte die Polizei ein öffentliches Gebäude in Athen geräumt, das zwei Jahrzehnte lang besetzt war. Nach dem Versuch der Besetzer, erneut in das Gebäude zu gelangen, wurden am Mittwoch 92 Menschen festgenommen. Der Einsatz war Anlass für einen heftigen Streit zwischen der Regierung und der linksgerichteten Oppositionspartei SYRIZA. Am Wochenende gab es in diesem Zusammenhang in Athen Protestkundgebungen.

(APA/dpa / jt) Erstellt am
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