Hinauf. Hinunter. Der Werbemarkt ist ständig in Bewegung. 2013 profitierte die Brutto-Werbeentwicklung vom Superwahljahr. (c: planunganalyse.de)
Leitartikel
03/23/2021

So oder so: Der Aufschwung kommt!

Selbst ein weiterer harter Lockdown würde uns ökonomisch nicht mehr ganz zurückwerfen. Aber das Impftempo muss erhöht werden.

von Wolfgang Unterhuber

Der Aufschwung kommt. Mit über zwei Prozent Wachstum rechnet die Österreichische Nationalbank für heuer. Sofern die bestehenden Lockdown-Regeln bald enden.

Die Nationalbanker haben aber auch ein, wie es so schön heißt, Worst-Case-Szenario berechnet. Unter der Annahme, dass es noch einmal zu einem harten Lockdown kommt.

Dann würde die heimische Wirtschaft heuer nur im Nullkommajosef-Bereich wachsen. Nicht gut. Aber immer noch besser als eine Rezession und nach dem Einbruch von über sieben Prozent im Vorjahr ja schon eine Art Aufholjagd.

Wifo berechnet zwei Szenarien

Auch das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO wird am Freitag ähnliche Ergebnisse präsentieren. Ähnlich wie bei der Nationalbank dürfte auch beim Worst-Case-Szenario des WIFO noch immer eine schwarze Wachstumsnull herauskommen.

Das Wachstum würde sich in diesem Fall auf das kommende Jahr verschieben und dann sogar chinesische Dimensionen erreichen.

Derzeit riecht es leider nach Worst Case-Szenario. Im südlichen Niederösterreich sind jetzt gleich 80 Gemeinden Sperrzone. Und ganz Ost-Österreich ist Problemgebiet.

Was tun?

Was also tun? Eingraben? Zu Tode jammern? Das wird uns nicht weiterbringen. Da müssen wir jetzt durch. Das gelingt nur, wenn wir die Realität anerkennen und daraus lernen.

Ja: Die Stimmung in der Bevölkerung ist schlecht. Es herrschen Impf-Neid, Angst, Hass und die Neigung, jetzt erst recht eine Corona-Party zu feiern, weshalb die Zahlen ja auch steigen.

Das rührt daher, dass die Corona-Regeln irgendwann unklar, unübersichtlich und zum kleinen Teil auch ungerecht wurden (Gedränge auf der Skipiste versus Lockdown für den Handel).

Zeit für Hoffnung

Und ja: Die Verträge zwischen den Pharmakonzernen und den politisch Verantwortlichen sind völlig intransparent. Wir können nur vermuten, bis wann wir durchgeimpft sind, wissen es aber nicht genau.

Schuldzuweisungen der Politik in Brüssel, die Pharmaunternehmen würden Lieferversprechen nicht einhalten, kann man so als Ausrede für eigenes Versagen interpretieren.

Aber nur, wer nichts macht, macht keine Fehler. Bundes- und Landespolitiker werden aus der aktuellen Situation jetzt hoffentlich die richtigen Schlüsse ziehen.

Auch der kommende EU-Gipfel diese Woche bietet eine große Chance, endlich Klarheit in Sachen Impfung zu schaffen.

Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen: Das ist jetzt national und auf europäischer Ebene gefragt. Es wird Zeit, den Menschen Hoffnung zu machen.

Wer hätte sich vor einem Jahr gedacht, dass wir in Österreich jetzt drei Impfstoffe zur Verfügung haben? Wir dürfen vermuten, dass die Impfwilligen bis zum Sommer durchgeimpft sind. Und dann? Dann kommt der Aufschwung. Und wie!

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