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Xpeng G6: Was kann das chinesische E-Auto aus Graz?

Mit Xpeng ist eine Marke aus China bei uns vertreten, die auch bei Magna fertigen lässt. Wir haben uns ihren G6 angesehen.
Xpeng G6

Zusammenfassung

  • Der Xpeng G6 kommt aus China, wird für Europa aber bei Magna in Graz endmontiert.
  • Der Elektro-SUV bietet viel Komfort, gute Verarbeitung und schnelles Laden dank 800-Volt-Technik.
  • Mit 525 Kilometern WLTP-Reichweite und einem Preis von 47.600 Euro ist der G6 als RWD Long Range ein stark ausgestattetes Angebot.

Befragt man das Netz, wie man den Namen Xpeng korrekt ausspricht, bekommt man mehrere Antworten – von Schau-pang bis Ecks-päng. Der Hersteller ermuntert die deutschsprachigen Kunden, doch gerne Icks-peng zu sagen und wenn man den Sprachassistenten im Auto mit Icks-peng adressiert, fühlt sich das Ding tatsächlich angesprochen und tut auch so, wie geheißen. Meistens.

Mit Xpeng ist die nächste chinesische Marke auf dem heimischen Markt vertreten und hier gibt es auch einen ganz besonderen Bezug zu Österreich. Werden doch Modelle von Xpeng in Graz bei Magna montiert. Konkret setzt man auf das sogenannte Semi-Knocked-Down-Verfahren. Das heißt, das Auto kommt quasi als Bausatz nach Graz, wo die Endmontage erfolgt (womit man auch die Sonderzölle auf E-Autos made in China umgehen kann).

Xpeng G6

An der Verarbeitungsqualität gibt es nichts auszusetzen, die ist top. Auch sonst wirkt der G6 von den Materialien her fein, adrett eingerichtet und überhaupt sollen die Fahrgäste hier nach Strich und Faden verhätschelt werden. Ein Beispiel ist der Xsleep-Modus, mit dem auch die Vordersitze umgeklappt werden können. Ob der Schlaf hier erholsam ist, haben wir nicht ausprobiert. Wenn man sich selber hier nicht zur Ruhe bettet, ist es auf jeden Fall praktisch. Sonst bieten Elektroautos gerne Relax-Funktionen, um die Wartezeit an der Ladesäule angenehmer zu gestalten. Aber der Xpeng hat diesbezüglich wenig Zeit totzuschlagen.

Schnell laden

Die Chinesen nutzen 800-Volt-Technologie und damit einher geht eine beeindruckende Ladeleistung. Bis zu 451 kW kann der G6 an einem DC-Lader nachladen. Da muss man erst einmal einen entsprechenden Lader finden, der so viel tatsächlich schafft, und 451 kW ist natürlich der Idealwert. Kurz sind die Ladezeiten aber in jedem Fall. Die Reichweite liegt laut WLTP bei 525 km.

Auch vom Fahren her ist der G6 ein rundum komfortables Auto. Das Fahrwerk federt brav, die Lenkung vermittelt ausreichend Exaktheit. Wer mehr Widerstand von der Lenkung wünscht, kann das in den Einstellungen wählen, Gleiches gilt für Rekuperation oder Bremspedalgefühl – und natürlich geht das alles über den Touchscreen. Aber: Die Macher von Xpeng hören auch auf Kritik. Vor zwei Jahren hatte der KURIER die Gelegenheit, im Rahmen eines Tests zum Car of the Year einen G6 zu fahren. Damals musste auch noch die Richtung der Lüftungsdüsen über Touchscreen gesteuert werden. Das wurde nun durch klassische Hebelchen ersetzt.

Xpeng G6

Serienmäßig ist ein großes Panoramaglasdach, das sich aber nicht abdunkeln bzw. dimmen lässt. Hier hoffen wir auf Nachbesserung beim nächsten Update. Da konnte uns auch der smarte Sprachassistent nicht weiterhelfen, der aber sonst gut funktioniert, wenn beide wissen, wovon die Rede ist. Beispiel: Ladeanschluss öffnen macht der Assistent artig, bei „Ladeklappe“ geht der Kofferraumdeckel auf.

Die Preise sind eine Ansage: 47.600 Euro kostet der G6 RWD Long Range und da geht einem bei der Ausstattung nichts mehr ab.

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