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Fiat 500 Hybrid: Wieder unterwegs mit der Knutschkugel

Der Fiat 500 ist als Verbrennerauto zurück. Nach elf Jahren Alltag mit seinem Vorgängermodell: Wie fährt sich der Neue?
Gelber Fiat 500 vor einem historischen Schloss bei Sonnenlicht.

Da ist er, der Nachfolger unseres kleinen Cinquecento. Herzensauto, Stadtflitzer, Kinderfreund: Elf Jahre sind wir sozusagen das „Vorgängermodell“ privat selbst gefahren, den Twin Air mit 85 PS. Direkten Nachfolger gab es für uns dann aber keinen. 2020 brachte Fiat den 500er als reines Elektroauto auf den Markt und ließ 2024 jenen mit Verbrennermotor komplett auslaufen. Doch die Strategie ging nicht so ganz auf. Die Nachfrage nach dem elektrischen Fiat 500 war geringer als erwartet, immer wieder kam die Produktion zum Stillstand.

Also wieder Konzern-Kehrtwende: Seit Ende 2025 gibt es den Fiat 500 als Hybrid-Version. Der Benzinmotor aus dem Pandina (vormals Panda) wurde verwendet, der ist nun der einzig verfügbare Verbrenner im 500er. Ein Dreizylinder-Saugmotor mit 12-V-Mildhybrid-Hilfe, 65 PS und 92 Nm – mehr hat ins Auto nicht gepasst.

Und wie schlägt sich der Nachfolger des einstigen Bestsellers? Zur Erinnerung: Anfang der 2020er-Jahre war der Fiat 500 europaweit und in Österreich eines der meistverkauften Autos am Markt.

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Fiat 500 Hybrid

Ui, ist der modern

Heute findet sich der Fiat 500 nicht mehr unter den Top Ten in der Zulassungsstatistik. Relativ günstig ist der kleine Italiener zwar immer noch, aber grundlegend anders. Die Form ist jetzt jene des E-Modells, moderner und nüchterner. Das nimmt ihm ein bisschen den Charakter. Als wollte man ihn abrunden und noch gefälliger machen. Hätte nicht sein müssen, das Retro-Design des Alten war klassisch und für die Ewigkeit. Wobei: Schnuckelig und wie eine Knutschkugel ist er immer noch. Jetzt schauen seine Scheinwerfer verschmitzt drein, sind seine Rundungen noch runder und er hat ein bisschen zugenommen. Und vorne an der Schnauze gibt es wieder Schlitze für die Belüftung des Motors.

Im Innenraum ist das Armaturenbrett in Wagenfarbe gehalten. Das relativ große Display darf nicht fehlen, es wirkt mitten im Cockpit wie hingestellt, der Schaltknauf unten erinnert aber an den alten 500er. Für unsere jetzt Siebenjährige ist der Cinquecento das Auto ihrer Babyjahre. Es gab Tränen, als wir den azurblauen Cabrioflitzer verkauft haben, in schwachen Momenten trauert sie immer noch um „ihr“ Auto. Mit dem Schaltknauf kamen die Erinnerungen: Sie sitzt am Beifahrersitz (mit Kindersitz) und wir schalten mit unseren Händen gemeinsam die Gänge hoch und runter. Das ruckelt mitunter, es braucht höhere Touren und eine gute Portion Schaltfreude, um das Potenzial des 65-PS-Autos auszuspielen.

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Fiat 500 Hybrid

Kein Landei

Motorisch ist das alles natürlich limitiert: Die PS-Zahl ist für die Stadt nett (er hat ja nur rund 1.000 Kilo), aber 92 Nm machen keinen Wirbelwind. Wenn’s schneller gehen soll, wird der Fiat ziemlich laut und müht sich ab. Die Autobahn ist definitiv nicht sein Gefilde.

Deshalb bleiben wir in der Stadt und genießen hier seine Vorzüge: die Wendigkeit, die Kleinheit, das Parken in kleinen Lücken. Gerade im niedertourigen Bereich hilft der Mildhybrid, die geringe Leistung auszugleichen. Benzinverbrauch: rund sechs Liter. Insgesamt ist der Fiat 500 Hybrid wohl das kompletteste „Mikrocar“ (eigentlich A-Segment!) auf dem Markt. Eines, mit dem man aber keine Angst vor den Großen bekommt, das ein Auto mit Annehmlichkeiten und Assistenzen ist – etwa Notbremser, Spurhalter, Tempomat. Die Verbindung zum Handy klappt zudem gut und verschafft mehr Funktionen.

Fazit: Gut, dass Fiat sein Kultauto mit Benzinmotor wiederbelebt hat. Die Hybridversion ist ein schöner Kompromiss, den es ab 15.990 Euro (im Vergleich: der elektrische 500er kostet 19.990 Euro) gibt. Beides Sonderpreise bei Leasing. Damit ist der Stadtflitzer eines der günstigsten Autos auf dem Markt.

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