Toyota Corolla Cross: So gut ist ein Corolla als Familien-SUV
Zusammenfassung
- Toyota hat den Corolla Cross optisch und im Detail überarbeitet, mit neuer Front, mehr Stauraum und einem alltagstauglichen Innenraum samt 473 Liter Kofferraum.
- Angeboten wird das Kompakt-SUV weiterhin mit zwei Hybridantrieben à 140 oder 180 PS, wobei der getestete 2,0-Liter-Hybrid mit unter 6 Litern Verbrauch und angenehmem Fahrkomfort überzeugte.
- Die getestete GR-Sport-Version bringt vor allem eine sportlichere Ausstattung und ein um 10 Millimeter tiefergelegtes Fahrwerk, kostet aber mindestens 45.690 Euro.
Der Name Corolla gehört zu den bekanntesten in der Autowelt. 1966 war es, als der erste Corolla auf den Markt kam. Bis auf eine kurze Phase von 2007 bis 2019, als jemand bei Toyota meinte, dass der Markenname Corolla zugunsten von Auris im Archiv abgelegt werden könne, war der Corolla immer da. Nicht nur, dass Toyota den Namen wieder hervorgekramt hat, so schlägt das Pendel mittlerweile so weit in die andere Richtung aus, dass sogar ein SUV als Corolla kommt. Mit dem Corolla Cross hat Toyota seit 4 Jahren eine weitere Corolla-Variante im Sortiment, die auf den ersten Blick eher wenig mit dem klassischen Corolla zu tun haben mag.
Jedenfalls hat man den Corolla Cross nun nachgeschärft und upgedatet. Optisch erkennt man den neuen Modelljahrgang vor allem an einer neu gestalteten Front mit einem wabenförmigen Kühlergrill (wie ihn auch der neue RAV4 bekommen hat). Und mehr Luft bekommt der Motor so auch, erklären die Techniker. Das steht dem SUV zusammen mit den neuen schmalen Scheinwerfern ziemlich gut und überhaupt wirken die Proportionen stimmig - unabhängig davon, ob man jetzt bei dem Auto auf den ersten Blick an Corolla denkt oder nicht. Mit einer Länge von 4,46 Meter reiht Toyota den Corolla Cross bei den Kompakt–SUV ein. Jedenfalls bietet der Cross ausreichend Platz innen. Der Kofferraum ist gut zu beladen und bietet ein Laderaumvolumen von mindestens 473 Liter.
Innen hat Toyota im Detail nachgebessert. So gibt es einen modifizierten Wählhebel fürs Getriebe und eine verschiebbare Mittelarmlehne. Wichtig für viele wird aber eine zusätzliche Ablage für Smartphones sein und diese können nunmehr schneller geladen werden. Toyota belässt noch einige analoge Bedienelemente im Cockpit, besonders praktisch empfinden wir, dass man die akustische Tempolimitwarnung mit einem Tipp auf ein Symbol im Touchscreen schnell deaktivieren kann. Was weniger gefällt, ist, dass da und dort noch Hartplastik verbaut ist. Auf der anderen Seite bekommt man in der Ausstattungslinie GR Sport Sitze mit Alcantara–Einlagen, die nicht nur edel aussehen, sondern auch feinen Sitzkomfort bieten.
GR Sport heißt im Fall des Corolla Cross nicht, dass man jetzt viel mehr PS unter der Haube hätte. Toyota bietet das SUV nur als Hybrid mit zwei Hubraumoptionen an. Entweder gibt es 140 oder 180 PS Systemleistung. Wir sind den Corolla Cross mit dem stärkeren Hybrid mit 2 Liter Hubraum gefahren. Hier gibt es an den Fahrleistungen nichts auszusetzen und auch auf längeren Strecken erweist sich der Toyota als angenehmer Begleiter. Getriebetechnisch kommt ein stufenloses Automatikgetriebe zum Einsatz und die Geräuschkulisse ist mittlerweile so, dass sie nicht mehr als unangenehm laut empfunden wird. Angestrengt klingt die Antriebseinheit höchstens noch, wenn man das Gaspedal voll durchtritt und die volle Leistung abverlangt. Die Kraft wird über die Vorderräder übertragen – Allrad ist aber auch verfügbar. Beim Testverbrauch blieb der Toyota unter 6 Liter auf 100 km.
Im GR Sport ist das Fahrwerk übrigens speziell abgestimmt und um 10 mm tiefergelegt – als übertrieben straff haben wir es aber nicht empfunden.
Der Corolla Cross kostet als 2,0 Hybrid ab 43.490 Euro, mit GR-Sport-Ausstattung ab 45.690 Euro. Die Basisversion ist für unter 40.000 Euro zu bekommen.
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