Neuer Renault Clio: Was kann die Basisversion für unter 20.000 Euro?

Der neue Renault Clio gehört zu den Autos, die für unter 20.000 Euro angeboten werden. Wir haben uns angesehen, was man hier bekommt.
Renault Clio

Zusammenfassung

  • Der Renault Clio bleibt als klassisch angetriebenes Modell neben dem neuen elektrischen R5 im Angebot und startet als Basisversion bei 19.990 Euro.
  • Die getestete Basisversion bietet einen Dreizylinder-Benziner mit 114 PS, manuelles 6-Gang-Getriebe und überzeugt mit gutem Platzangebot sowie wertigem Interieur.
  • Empfohlen wird das optionale Navigationspaket mit Google-Diensten und Rückfahrkamera, während der Verbrauch im Test knapp unter 6 Litern lag.

Eigentlich wäre der eine der erklärte Nachfolger des anderen gewesen. Jetzt gibt es beide nebeneinander - die Aufteilung in elektrisch und klassisch angetrieben macht es möglich. Die Rede ist vom neuen Clio. Der kam im Jahr 1990 in erster Generation auf den Markt und war damals der erklärte Nachfolger für den in die Jahre gekommenen R5 (der damals schon in zweiter Generation zum SuperCinq geworden war). 

Nun gibt es den R5 (wieder) und zwar rein elektrisch und der Clio räumt deswegen auch nicht das Feld und kommt nunmehr als sechste Generation. Dabei setzt der Clio auf die klassischen Antriebe, die in diesem Fall aus einem Dreizylinder-Benziner und einem Hybrid bestehen.

Wir haben nun die Basisversion des Clio zum Test gebeten. Das heißt, Dreizylinder ohne Hybrid in Verbindung mit Schaltgetriebe und die Basis-Ausstattungs-Variante, nur angereichert um ein paar nützliche Extras. Aber dazu später.

Optisch schaut der neue Clio ziemlich sportlich aus - mit einem betonten, leicht nach vor gezogenen Kühlergrill und vier schwarz umrandeten Heckleuchten.

Renault Clio

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Das Platzangebot ist grundsätzlich gut und entspricht dem, was man von einem Auto dieser Klasse erwarten kann. Hinten hat man ausreichend Beinfreiheit, auch mit dem Kofferraumvolumen von 391 Liter kommt man gut aus. Was beim Beladen allerdings stört, ist die relativ hohe Ladekante.

Das Clio-Interieur empfängt den Fahrer mit einem freundlichen Materialmix. Schon im Basismodell hat man einen Stoffbezug für den Instrumententräger vor einem und im Clio-Interieur schaut nichts nach Verzicht aus. Dafür sorgt freilich auch das Infotainment-System mit großem 10,1-Zoll-Schirm im Zentrum. Je nach Ausstattung bzw. als Option sind hier Funktionen aus dem Hause Google integriert. Funktionen für die Klimaanlage sind als analoge Tasten ausgeführt - im Basismodell hat man eine manuelle Klimaanlage - und für die Audio-Steuerung hat man den von Renault bekannten Bedien-Satelliten hinter dem Lenkrad.

Wie fährt sich der Clio? 114 PS leistet der 3-Zylinder-TCe-Motor. Das macht aus dem Clio keinen Sportwagen, reicht aber absolut, um die 1155 kg Gewicht ausreichend flott zu bewegen. Ruft man die volle Leistung ab, klingt das Brummen des Dreizylinders wohl durch, wird aber nie störend laut. Hier hat Renault gut an der Geräuschdämmung gearbeitet. Dazu gibt's in der Basis ein 6-Gang-Schaltgetriebe. Das ist gut abgestimmt, die Schaltwege könnten einen Tick kürzer sein. Fahrwerk und Lenkung passen ebenso fein zum unkomplizierten Wesen des Renault. Technisch basiert der Clio VI auf der Plattform des Clio V, was aber nicht wirklich relevant ist. Radstand und Spur wurden um einen Tick vergrößert. 

Im Testbetrieb haben wir einen Verbrauch von knapp unter 6 Liter geschafft (laut WLTP sind es 5,1 Liter).

Den Clio bekommt man in der Basiskonfiguration für unter 20.000 Euro, nämlich für 19.990 Euro und das ist schon fair kalkuliert. Ein paar Annehmlichkeiten sind in der Rubrik Extras zu finden. Empfehlenswert ist das Navigationspaket für 900 Euro. Hier gibt's nicht nur den Touchscreen mit Google-Navi und -Diensten, sondern auch eine Rückfahrkamera und einen 10,3-Zoll-Instrumentencluster.

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