Wählen Sie KURIER als bevorzugte Google-Quelle

Warum sollte man vor den Sommerferien sein Pickerl checken?

Ein abgelaufenes Pickerl kann zu Geldstrafen oder Kennzeichenabnahmen führen, besonders im Ausland.
++ THEMENBILD ++ AUTOBAHN-VIGNETTE AB 2027 NUR NOCH DIGITAL ERHÄLTLICH

Zusammenfassung

  • Abgelaufenes Pickerl kann zu Geldstrafen oder Kennzeichenabnahmen führen, besonders im Ausland.
  • Vor dem Urlaub empfiehlt sich eine rechtzeitige §57a-Prüfung, da die Toleranzfrist nicht überall anerkannt wird.
  • Für Campingfahrzeuge kann die Pickerl-Erneuerung bis zu drei Monate vorgezogen werden, um Probleme auf Reisen zu vermeiden.

In Österreich erlaubt derzeit noch eine Toleranzfrist von vier Monaten nach Ablauf des "Pickerls" das Weiterfahren mit Auto und Motorrad. Diese Regelung ist jedoch im Ausland nicht immer und überall bekannt, was zu Problemen führen kann. "Grundsätzlich unterliegen die technischen Fahrzeugüberwachungen dem Recht des Zulassungslandes, dennoch hat es immer wieder Probleme gegeben, etwa an der italienischen, ungarischen, kroatischen oder slowenischen Grenze – von Strafen bis zu Kennzeichenabnahmen", erklärt ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer.

Darf das Pickerl während der Reise ablaufen?

Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, empfiehlt der Mobilitätsclub daher, die fällige Begutachtung rechtzeitig vor dem Urlaub einzuplanen. Die §57a-Prüfung kann bereits im Monat vor dem Fälligkeitsdatum durchgeführt werden. "Eine frühere §57a-Prüfung ist besonders sinnvoll, wenn ein längerer Urlaub mit dem Fahrzeug geplant ist und das Pickerl während der Reise ablaufen würde", betont Hoffer.

Besondere Aufmerksamkeit sollten Camping-Fans ihren Fahrzeugen schenken. Für selbst umgebaute Busse, die als Lkw N1 typisiert sind, sowie für Spezialkraftwagen oder Sonderkraftfahrzeuge wie alte Campingbusse gilt: Die Pickerl-Erneuerung kann in Österreich vorgezogen werden – die Begutachtung ist bereits bis zu drei Monate vor dem Lochungsmonat möglich. Camper und Camperinnen, die längere Reisen planen, sollten diese Möglichkeit nutzen. Diese Regelung ist jedoch im Ausland nicht immer und überall bekannt oder akzeptiert, was zu Problemen führen kann.

Kommentare