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Zwei neue Vespas im Test: So fahren sich die Sondermodelle

Die Vespa Primavera 80th 125 erinnert an 80 Jahre Vespa, die 946 Horse an das Jahr des Pferdes. Der KURIER hat beide Sondermodelle ausprobiert.
Frau mit dunklem Mantel steht vor einer Vespa und einem Brunnen vor einem historischen Gebäude.

Sobald man selbst mit einer Vespa durch den Wiener Gürtel düst, sieht man sie plötzlich überall. In allen Farben und Modellvarianten. Aktuell fallen aber zwei besonders auf: die Jubiläumsedition Vespa Primavera 80th 125 in Pastellgrün und die limitierte 946 Horse aus der Lunar Collection

Der KURIER macht den Fahrtest.

Dolce Vita auf Rädern

Piaggio feiert 80 Jahre Vespa mit zwei Jubiläumseditionen: der Vespa GTS 80th 310 und der Vespa Primavera 80th 125 in Pastellgrün. Die Farbe ist den ersten Vespa-Modellen nachempfunden, aber auch weitere Details greifen die Geschichte der Marke auf: Das klassische Logo auf der Frontschürze wurde mit einer „80“ ergänzt, auf dem Handschuhfach sitzt eine Jubiläumsplakette, und die 12-Zoll-Felgen sind von frühen Vespas inspiriert.
Gleichzeitig bringt die Primavera moderne Technik mit. Der Roller lässt sich schlüsselfrei bedienen und per „MIA“ mit dem Smartphone verbinden – die Infos erscheinen auf der Vollfarben-LCD-Anzeige.

Angetrieben wird die Vespa Primavera 80th von einem Euro 5+ i-get-Motor mit 125 ccm und drei Ventilen. Laut Hersteller soll er besonders sparsam sein. Das kann der KURIER bestätigen: Viel verbraucht sie nicht. Dazu kommen ein hydraulischer Mono-Stoßdämpfer, Scheibenbremsen vorne und hinten sowie ein Einkanal-ABS. Wobei die stetig blinkende ABS-Kontrollleuchte im Stand anfangs etwas irritiert.

Auf der Straße fühlt sich die Primavera lebendig an. Der Sitz ist weich gepolstert und bequem, die Beschleunigung ordentlich für eine 125er. An der Ampel kommt sie flott weg. Die Bremse greift schnell und kräftig. Und dann ist da noch dieses typische Vespa-Gefühl: Die Primavera macht wach, wirkt abenteuerlustig und lässt den Wiener Gürtel zumindest für einen Moment weniger nach tristem Alltag aussehen.
Umso überraschender war der Umstieg auf die Vespa 946 Horse.

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Wendig, dynamisch, klassisch: Die Jubiläumsedition Vespa Primavera 80th 125 zieht Inspiration aus den ersten Vespa-Modellen.

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Wendig, dynamisch, klassisch: Die Jubiläumsedition Vespa Primavera 80th 125 zieht Inspiration aus den ersten Vespa-Modellen.

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Sammlerstück: Die Vespa 946 Horse aus der Lunar Collection punktet mit einzigartigem Design.

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Sammlerstück: Die Vespa 946 Horse aus der Lunar Collection punktet mit einzigartigem Design.

Sattelfest unterwegs

Die Vespa 946 Horse wirkt massiver, eleganter und deutlich erwachsener. Die Strandküsten-Stimmung der Primavera wird hier gegen eine edle Altstadt-Ästhetik getauscht. Sie gehört zur Lunar Collection, inspiriert vom chinesischen Mondkalender. Sie ist eine limitierte Sonderedition zum Jahr des Pferdes und bringt passende Extras mit, wie etwa das V-Monogramm auf einem goldenen Hufeisen unter dem Sitz. Die dunkelbraune Farbe „Bay“ soll an Pferdefell erinnern, der handgefertigte Ledersitz an einen Sattel. 

Die harte Oberfläche zwingt dazu, entsprechend aufrecht zu sitzen, was bei längeren Strecken zugegeben nicht unbedingt bequemer ist. Sie fährt sich dafür fließender als die Primavera, wirkt insgesamt ruhiger und kontrollierter. Ein eher gleitendes Fahrerlebnis, allerdings ohne besonders viel Druck beim Beschleunigen. Technisch setzt auch sie auf einen 125-ccm-Motor, Scheibenbremsen vorne und hinten sowie ABS, hier allerdings als Zweikanal-System. Dazu kommen eine vollständige LED-Beleuchtung und eine Anzeige, die etwas altmodischer wirkt: ein digitaler Tacho.

Es ist ein gewöhnungsbedürftiger, aber nicht minder großer Spaß – allein schon wegen des außergewöhnlichen Looks. 

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