Umweltzonen, Plaketten, Fahrverbote: Was man beim City-Trip mit dem Pkw wissen sollte

Es sind oft nur unscheinbare Schilder, die auf Fahrverbote hinweisen: Wie man Stress und hohe Strafen vermeidet.
Sunny Cars

Zusammenfassung

  • Umweltzonen in europäischen Städten schränken die Einfahrt für Fahrzeuge mit hohen Emissionen ein und erfordern oft spezielle Plaketten oder Registrierungen.
  • Die Regelungen und Kontrollen unterscheiden sich je nach Land und Stadt, Verstöße werden mit teils hohen Bußgeldern geahndet.
  • Vor Reiseantritt sollten sich Autofahrer über die Vorschriften, Plakettenpflichten und Ausnahmen des jeweiligen Landes informieren.

Mit dem Auto Europa entdecken – Österreich eignet sich dazu als guter Ausgangspunkt. Gerade, wenn es geopolitische Unsicherheiten gibt, sind Reisen in die Nachbarländer mit dem eigenen Pkw für viele eine attraktive Option.

Aber ebenso wie sich Straßenregeln je Land unterscheiden, gelten auch verschiedene Bedingungen zum Thema Umweltzonen innerhalb Europas. Gerade Städte setzen zunehmend auf saubere Luft und haben spezielle Regelungen für Fahrzeuge eingeführt. Und das kann - auch aus Unwissenheit - teuer werden.

Was sind Umweltzonen?

Umweltzonen sind Bereiche in Städten, die nur Fahrzeuge mit bestimmten Abgaswerten zulassen, um die Luftqualität zu verbessern und den Verkehr umweltfreundlicher zu gestalten. Diese Zonen sind je nach Land durch unterschiedliche Verkehrszeichen und Kennzeichnungen geregelt und entsprechend ausgeschildert. In Ländern wie Deutschland, Frankreich oder Italien zählen diese Zonen längst zu den Standards. Wer hier keine gültige Umweltplakette am Auto hat, riskiert hohe Strafen. 

Für Reisende gilt es daher, sich vorab über die Vorschriften des Reiseziels zu informieren, um unnötigen Stress zu vermeiden. Der Mietwagen-Anbieter Sunny Cars hat einen Überblick recherchiert. 

Belgien

In Belgien gibt es unter anderem in Antwerpen, Brüssel und Gent sogenannte Low-Emission-Zones (LEZ), die vor allem ältere Fahrzeuge mit hohen Emissionswerten betreffen und sich somit nach der Euro-Norm der Autos richten. Doch auch wenn die Abgas-Normen erfüllt sind, ist für ausländische Kennzeichen vorab eine kostenfreie Registrierung nötig. Die Einhaltung wird meist kamerabasiert kontrolliert. Bei Verstößen oder fehlender Registrierung drohen Bußen.

Frankreich          

Frankreich weist in allen Städten mit über 150.000 Einwohnerinnen und Einwohnern Umweltzonen aus. Wer im Urlaub in eine dieser Zonen fahren möchte, benötigt dafür eine extra Umweltplakette namens Crit„Air-Vignette. Je nach Einstufung des Fahrzeugs entscheidet sich, welche Klassifizierungsstufe das Auto von eins bis fünf erhält. Pro Stadt und geltender Umweltzone unterscheidet Frankreich so, welche Fahrzeuge zulässig sind. In den Pariser Umweltzonen beispielsweise haben nur Autos mit der Plakette eins und zwei eine Fahrerlaubnis.

Italien

In Italien gibt es keine klassischen Umweltzonen, dafür gehen die sogenannten ZTL-Zonen (Zona a Traffico Limitato) noch einen Schritt weiter. Diese verkehrsbeschränkten Bereiche, die häufig in historischen Innenstädten wie etwa Rom oder Pisa zu finden sind, untersagen Autoverkehr gänzlich. Und Achtung: Eher unscheinbare Schilder weisen auf die ZTL hin. 

Da sie kameraüberwacht sind, winkt schnell ein Bußgeld. Für eine Ausnahmeregelung, etwa, wenn dort das Hotel liegt, muss vorab über das Hotel eine Erlaubnis angefragt werden. Ebenso gelten Ausnahmen für beispielsweise Zulieferfahrzeuge.

Niederlande

Die niederländischen “milieuzones„ gibt es derzeit in Amsterdam, Arnhem, Den Haag und Utrecht. Sie betreffen alle reinen Diesel-Fahrzeuge, andere Antriebe dürfen grundsätzlich einfahren. Bei Diesel-Fahrzeugen entscheidet die Euro-Abgasnorm.

Spanien

In Spanien gelten je nach Stadt die Zufahrtsregeln der ZBE (Zonas de Bajas Emisiones), insbesondere für stark befahrene Innenstädte. Häufig kommt auch das Umweltlabel der DGT (Dirección General de Tráfico) zum Einsatz, die Fahrzeuge je nach Emissionsausstoß in vier verschiedene Gruppen einteilt. Kontrollen erfolgen auch hier oft über Kameras. Details zu Zeiten, Ausnahmen und Bußgeldern legt die jeweilige Kommune selbst fest.

Bußgelder bei Verstößen

Ob unterwegs mit dem eigenen Auto oder dem Mietwagen – es ist wichtig, die Anforderungen des jeweiligen Landes zu kennen. Die Plaketten sind stets an das Kennzeichen gebunden, also nicht übertragbar. Wer gegen die Regeln verstößt, zahlt Strafe – in Frankreich beispielsweise je nach Fahrzeugart und Umweltzone zwischen 68 und 375 Euro. In Italien werden unerlaubte Fahrten in eine ZTL je nach Kommune in der Regel mit rund 83 bis 332 Euro geahndet, während in Spanien viele Städte für die unberechtigte Einfahrt in eine ZBE typischerweise etwa 200 Euro ansetzen.

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