Mercedes: Das ist neu bei den großen SUV GLE und GLS

Das zweite Facelift bringt eine modifizierte Optik, den Superscreen innen und ein cleveres, vorausschauendes Fahrwerk für die SUV.
Mercedes GLE

Zusammenfassung

  • GLE und GLS erhalten modifizierte Optik mit größerem Kühlergrill, MBUX-Superscreen innen und cloudbasiertes, vorausschauendes Fahrwerk.
  • Neue und überarbeitete Motoren mit mehr Effizienz, Plug-in-Hybrid für GLE, verbesserte Geräuschdämmung und stärkere Leistung bei V8 und Sechszylinder.
  • GLS übernimmt GLE-Updates, bietet mehr Luxus, serienmäßig sieben Sitze und neue Fond-Displays, aber keinen Plug-in-Hybrid.

Fünf Millionen Fahrzeuge hat Mercedes in den vergangenen 30 Jahren im US-Werk in Tuscaloosa produziert. In Alabama laufen die SUV GLE und GLS (und deren Sport- bzw. Luxus-Ableger AMG und Maybach) und die Elektro-SUV EQE SUV und EQS SUV vom Band. Künftig wird auch der GLC für den US-Markt hier gebaut werden. 40 Prozent der Produktion verbleibt dabei in den USA, der Rest geht in den Export.

Begonnen hat seinerzeit alles mit der M-Klasse und der erklärte Nachfolger der M heißt aktuell GLE und der wurde frisch überarbeitet. Es ist übrigens das zweite Facelift für den GLE. Bei Mercedes rechnet man vor, dass 3000 Bauteile des SUV neu sind oder überarbeitet wurden. Für einen entsprechenden Auftritt hat man den Kühlergrill vergrößert – der Stern bekommt einen markanten Chromrahmen und ist umgeben von einem Sternen-Muster, Mercedes‑Benz Pattern genannt. Der Rahmen kann beleuchtet werden – optional versteht sich.

Mercedes GLE

Stichwort Beleuchtung. Mercedes bietet für den GLE optional das Digital Light mit Mikro-LED-Technologie („pixilierte LED“) und einem leistungsstarken Chip an. Das hochaufgelöste Beleuchtungsfeld wächst so um etwa 40 Prozent und ermöglicht eine entsprechend gesteigerte Helligkeit für das Fernlicht sowie für Straßenprojektionen. Gleichzeitig verbraucht das Lichtmodul im Vergleich zum Vorgänger bis zu 50 Prozent weniger Energie, erklären die Entwickler.

Innen bekommt der GLE den aus anderen Mercedes-Modellen bekannten MBUX-Superscreen (und das serienmäßig). Heißt, unter einer großen Glasfläche sitzen drei jeweils 31,2 Zentimeter (12,3 Zoll) große Displays. Und optional ist nun ein Head-up-Display mit Augmented Reality-Inhalten verfügbar.

Mercedes GLE

Noch eine interessante Neuerung: Die neuen GLE Modelle sind mit einem neuen, wassergekühlten Prozessor ausgestattet. Er verfügt über umfangreiche Leistungsreserven für zukünftige Fahrassistenz-Funktionen. Die Dämpferregelung mit Airmatic arbeitet nunmehr cloudbasiert – das funktioniert so, dass das System beispielsweise lange Fahrbahn-Schwellen antizipiert und die Dämpfung elektronisch davor anpasst.

Was die Antriebe betrifft, hat man unter anderem an der Geräuschdämmung gearbeitet. Der GLE ist mit Benzinern und Diesel (alle mit integriertem Starter-Generator und 48-Volt-Bordnetz) ausgestattet. Der V8 soll seine Leistung nunmehr sanfter als bisher abgeben – diese ist von 380 kW/517 PS auf 395 kW/537 PS gestiegen. Um für künftige Emissionsgrenzwerte gerüstet zu sein, erhielt der V8 übrigens eine flache statt der bisher gekreuzten Kurbelwelle. Der Sechszylinder-Benziner im GLE 450 4matic soll noch agiler reagieren, das Drehmoment wurde um 12 Prozent erhöht. Mercedes bietet den GLE mit zwei Dieselmotoren – im GLE 350d 4matic und den GLE 450d 4matic – an. Diese wurden leichter gemacht und auf mehr Effizienz getrimmt. Dazu kommt ein GLE mit Plug-in-Hybrid, der nun 55 kW mehr Systemleistung bietet. Die elektrische Reichweite beträgt 106 km.

Dazu kommen noch die entsprechenden AMG-Versionen des GLE, der 53 matic+ und der 53 Hybrid 4matic+. Im ersten hat man eine Leistung von 449 plus 23 PS, im Hybrid sind es 449 plus 184 PS.

Und wie gehabt kann man den GLE auch als sportlicher gehaltene Coupé-Version bekommen, die von denselben Updates profitiert wie das SUV.

Update für den GLS

Noch luxuriöser als im GLE geht es im GLS zu. Mercedes spricht bei diesem Auto von der S-Klasse unter den SUV. Optisches Markenzeichen ist der nun aufrecht stehende Mercedes‑Benz Stern auf der Motorhaube. In anderen Märkten (wie China) leuchtet er im Stand und in den USA sogar während der Fahrt. Sonst übernimmt der GLS die Updates, die auch der GLE bekommen hat – allen voran das Mercedes‑Benz Operating System (MB.OS) und den MBUX Superscreen, der sich über die gesamte Cockpit-Breite erstreckt. Im GLS wird es übrigens auch zwei 29,5-cm-Displays für die Fond-Passagiere geben. Mercedes bietet den 5,2 Meter langen GLS ausschließlich als Siebensitzer an. Gerade für die Fond-Passagiere soll die cloudbasierte Dämpferregelung die Fahrt noch angenehmer und komfortabler machen.

Mercedes GLS

Antriebstechnisch kommt der GLS mit zwei Benzinern (V6 und V8) und zwei Diesel. Für sie treffen dieselben Verbesserungsmaßnahmen wie für die GLE-Antriebe zu. Einen Plug-in-Hybrid gibt es für den GLS nicht.

Wie sich die Updates auf die Preise auswirken werden, hat Mercedes noch nicht verraten. Zum Vergleich: Die aktuelle Generation des GLE kostete rund 90.000 Euro, der GLS rund 136.000 Euro.

Kommentare