Toyota bZ4X Touring: Die neue Qualität des Ladens
Zusammenfassung
- Toyota bringt mit dem bZ4X Touring eine geräumige, verlängerte Variante des Elektroautos mit deutlich mehr Laderaum.
- Die Ladeleistung wurde verbessert: DC-Laden mit bis zu 150 kW, AC-Laden je nach Ausstattung mit 11 oder 22 kW, und der Touring kommt nur mit großem 74,7-kWh-Akku.
- Der Touring ist mit Front- oder Allradantrieb erhältlich, bietet bis zu 591 km Reichweite und startet preislich ab 50.490 Euro.
Der Start in die Elektromobilität verlief bei Toyota ehrlich gesagt eher holprig. Für viele begann das schon beim Namen für das erste Elektroauto, wirklich Kritik gab es aber für die äußerst mäßigen Ladeleistungen. An einem AC-Lader ging es anfangs nur einphasig mit 6,6 kW. Toyota hat freilich mittlerweile nachgebessert.
Nicht nur, dass der bZ4X nach dem Update mehr kann - Toyota hat dem Elektroauto eine geräumige zweite Variante zur Seite gestellt, den Touring. Die Bezeichnung Touring kannte man bisher von einem Münchner Hersteller, wo mit Touring die Kombi-Variante bezeichnet wird.
Mit Kombi liegt man auch im Fall des Toyota nicht ganz daneben, ist auch der Touring bei Toyota eine Version für den erhöhten Platzbedarf - jedenfalls geht einem der Begriff Touring leichter von den Lippen als bZ4X. Im Vergleich zum Standard-bZ4X ist der Touring länger geworden. Bis zur C-Säule sind die beiden ident, dahinter wurden beim Touring 140 mm angestückelt. Das stört aber die Optik keineswegs, der Touring schaut aus wie aus einem Guss. In Zahlen heißt das eine Gesamtlänge von 4.830 mm. Und die Größe macht sich auch im Inneren bemerkbar. Hinten sitzt man bequem und der Kofferraum bietet ein beachtliches Laderaumvolumen. 669 Liter stehen mindestens zur Verfügung, bei umgeklappten Rücksitzen sind es 1718 Liter. Das sind 48 Prozent mehr als beim bZ4X.
Und wenn wir schon beim Kapitel Laden sind: An einem DC-Lader kann man mit bis zu 150 kW Strom tanken, an einem AC-Lader sind es je nach Ausstattung entweder 11 kW oder sogar 22 kW (in der Lounge-Version). Hier hat man also nachgebessert und hat keine schlechte Nachred' mehr zu fürchten.
Während der bZ4X in der Basisversion auch mit einem 57,7-kWh-Akku angeboten wird, gibt es den Touring nur mit dem großen Akku - und das sind 74,7 kWh - zu haben. Durch Kühl- und Heizsysteme bleibt die Leistung der Batterie dauerhaft stabil. Das Kühlsystem arbeitet energieeffizient, nutzt das Kühlmittel aus der Klimaanlage des Fahrzeugs und sorgt für eine gleichmäßige Leistung aller Batteriezellen. Durch eine Batterievorkonditionierung lassen sich die Ladezeiten insbesondere bei kalten Temperaturen verkürzen, erklärt man bei Toyota.
Die Wahl hat der Kunde aber beim Antrieb, wahlweise ist der Touring mit Front- oder Allradantrieb verfügbar. In der FWD-Version leistet der E-Motor 165 kW/224 PS, die Allradversion mit zwei E-Motoren kommt auf eine Systemleistung von 280 kW/380 PS. Die Frontantriebsversion kommt auf eine Reichweite von 591 Kilometern, der Allradler auf bis zu 528 Kilometer. Laut WLTP liegt der Verbrauch der FWD-Variante bei 14 kWh/100 km - bei unserer Testfahrt auf Freilandstraßen in Salzburg (bei moderatem Tempo und angenehmen Temperaturen) kamen wir sogar auf unter 13 kWh. Das ist für ein Auto dieser Größe ein sehr beachtlicher Wert.
Wenn man abseits befestigter Straßen unterwegs ist, kann man den X-Mode für das Allradsystem nutzen. Die Fahrcharakteristik lässt sich auf unterschiedliche Fahrbedingungen anpassen - so Schlamm oder Schnee, tiefer Schlamm und Schnee bei Geschwindigkeiten unter 20 km/h und anspruchsvollere Offroad-Bedingungen (mittels Einsatz der Grip-Control-Technologie bei Geschwindigkeiten unter 10 km/h). Die Frontantriebsvariante hat zumindest einen Schneemodus, wenn die Straßen entsprechend verschneit sind.
Der bZ4X Touring kostet als FWD ab 50.490 Euro, der AWD ab 53.890 Euro. Zum Vergleich: Der konventionelle bZ4X mit großem Akku startet bei 47.190 Euro.
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