Mercedes C-Klasse: Ein Fixstern erfindet sich neu
Zusammenfassung
- Die neue Mercedes C-Klasse startet erstmals von Beginn an als Elektroauto, bietet bis zu 762 Kilometer Reichweite und tritt mit coupéhafter, sportlicherem Design an.
- Der C 400 4Matic kombiniert 360 kW, Luftfederung, 2-Gang-Getriebe und adaptive Rekuperation zu einem besonders komfortablen und zugleich souveränen Fahrerlebnis.
- Beim Infotainment setzt Mercedes auf stark personalisiertes MBUX mit Hyperscreen, Google-Maps-Navigation, KI-Sprachassistent sowie viel Platz mit 470 Litern Kofferraum und 101 Litern Frunk.
Begonnen hat es mit dem sogenannten „Baby-Benz“. Das war der Mercedes 190, der Anfang der 1980er-Jahre als bislang kleinster Mercedes auf den Markt kam. Daraus wurde 1993 die C-Klasse und der Mittelklasse-Benz gehört definitiv zu den fixen Größen der Stuttgarter. Mit der neuen C-Klasse wird nun vieles anders. Erstmals kommt der C von Anfang an als Elektrovariante. Selbstbewusst erklärt man in Stuttgart, dass die elektrische C-Klasse gleich ihr ganzes Segment auf ein völlig neues Niveau hebt.
Selbstbewusst ist auch der optische Auftritt des neuen C. Das beginnt bei der Front, die den klassischen Mercedes-Grill zitiert und von 1.050 Lichtpunkten erleuchtet wird. Keine Frage: Diese Front signalisiert, hier kommt ein Mercedes. Aber auch sonst ist am Auftritt des C vieles neu. Die Silhouette ist mehr coupéhaft und nicht mehr mit dem klassischen Stufenheck des früheren C (oder der 190ers) und den Abschluss bildet ein GT-Heck. Die Macher bei Mercedes sagen, dass dies die sportlichste C-Klasse überhaupt sei und angesichts der Optik wirkt das durchaus nachvollziehbar.
Die C–Klasse ist aber kein Sportwagen geworden. Vielmehr umsorgt und umhätschelt das Auto einen - sei es mit seiner Luftfederung, die Komponenten der S-Klasse übernommen hat (was in Sachen Komfort wohl nicht der übelste Organspender ist), oder mit dem fortschrittlichen Infotainment-System. Aber bleiben wir noch beim Kapitel Fahren. Wir fahren den C 400 4matic. Der fährt elektrisch, das Zusatzkürzel „mit EQ–Technologie“, wie es Mercedes bei anderen Elektroautos verwendet hat, spart man sich mittlerweile. Mit dem Elektroantrieb fährt der C schon von Haus aus einmal leise und komfortabel. Dazu kommen eben das Fahrwerk mit Luftfederung und die feine Geräuschdämmung, und so reist man sehr entspannt und höchst bequem im Benz.
Mit dem Elektroantrieb ist natürlich jederzeit Schmalz vorhanden, 360 kW leistet der Elektroantrieb im 400. Und die Kraft wird mittels Allradantrieb auf die Straßen gebracht, wobei der C grundsätzlich mit Heckantrieb fährt - nur wenn mehr Traktion gefordert ist, wird die Vorderachse angekoppelt.
Wie auch der CLA (Car of the Year 2026) nutzt auch der C ein 2-Gang-Getriebe, um die Effizienz zu verbessern. Die Rekuperation lässt sich über Paddels am Lenkrad feinjustieren, das ist ergonomisch fein. Die stärkste Rekuperationsstufe sorgt für eine heftige Verzögerung, und das bis zum Stillstand. Recht smart funktioniert die adaptive Rekuperation, bei der das Auto die Stärke der Verzögerung bestimmt.
Der Strom wird in einem 94-kWh-Akku gespeichert und damit sollen beachtliche Reichweiten von bis zu 762 km möglich sein. Geht es ans Laden, kann man an einem DC–Lader mit bis zu 330 kW laden - möglich macht das die 800-Volt-Architektur. Anders gesagt: In 10 Minuten lässt sich im günstigsten Fall eine Strecke von 325 km nachladen.
Lagerfeuer
Da braucht man den Lagerfeuer–Bildschirm für die gemütliche Stimmung an Bord gar nicht mehr anwerfen. Der C kann auch in Sachen Infotainment eine Menge. Darunter gibt’s verschiedene Moods für den Innenraum - darunter eben auch ein Lagerfeuer (wenn man z.B. beim Laden länger im Auto sitzt und ein behagliches Ambiente gefragt ist). In erster Linie ging es um eine noch stärkere Personalisierung des MBUX. Der Hyperscreen erstreckt sich (dort wo er an Bord ist) über die gesamte Fahrzeugbreite, und der Beifahrer hat sein eigenes Entertainment vor sich. Wechseln Fahrer und Beifahrer die Plätze, erkennt das die Gesichtserkennung und tauscht in Folge auch die jeweiligen Einstellungen, erklärt uns der Experte von der Entwicklung. Die ganze Darstellung lässt sich natürlich durch Verschieben der Widgets entsprechend personalisieren.
Die Navigation basiert auf Google Maps und der Sprachassistent nutzt KI, um Antworten zu finden, wobei hier künstliche Intelligenz von ChatGPT4o und Microsoft Bing sowie Google Gemini kombiniert wird.
Der Kofferraum bietet ein Laderaumvolumen von 470 Liter, und wenn das nicht reicht, gibt’s vorne auch noch den sogenannten Frunk mit nochmal 101 Liter. Das ist mehr als die aktuelle C-Klasse, die auf 455 Liter kommt.
Preis
Der C400 4matic kostet bei uns laut Liste ab 68.550 Euro, bestellen kann man schon.
Bei der einen Variante wird es natürlich nicht bleiben. Im nächsten Jahr sollen weitere Modelle mit Heck- und Allradantrieb sowie verschiedenen Batterievarianten folgen (darunter ein Hecktriebler mit einer voraussichtlichen Reichweite von bis zu 800 Kilometern), erklärt man bei Mercedes.
Die aktuelle C-Klasse mit Verbrenner bleibt übrigens weiter im Programm und bekommt ein Facelift.
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