Offroader aus China für Österreich: Kennen Sie Denza und iCaur?
iCaur V27
Zusammenfassung
- Neue chinesische Marken wie Denza und iCaur bringen kantige SUV im klassischen Offroad-Look nach Österreich und setzen damit auf das derzeit rare „Boxy-Design“.
- Der Denza Bao 05 startet voraussichtlich im ersten Quartal 2027, basiert auf einem Leiterrahmen und kommt als Plug-in-Hybrid mit 544 PS, rund 90 km E-Reichweite und umfangreicher Geländetechnik.
- Der iCaur V27 soll bereits im Herbst nach Österreich kommen und bietet als SUV mit Range-Extender-Antrieb, optionalem Allrad und Offroad-Hilfen wie acht Fahrmodi und Crawl-Funktion eine weitere neue Alternative.
Das Angebot kast’lartiger Offroader, man könnte auch Reserverad-außen-Träger sagen, ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Klar, auch hier haben die SUV den echten Offroadern das Wasser abgegraben. Übrig geblieben sind noch die G-Klasse, der Landcruiser und der Defender (wobei auch der manchen Puristen schon zu sehr weichgespült wurde).
Jetzt kommt aber Nachschub – und zwar aus China. Marken, die man hierzulande noch gar nicht wirklich kennt, zeigen auf und kündigen SUV an, die optisch durchaus nach Offroader aussehen und genau jenes „Boxy-Design“ mitbringen, das man bei vielen SUV vergeblich sucht.
Denza Bao 05
So kommt im nächsten Jahr zum Beispiel der Bao 05. Der wird von der Marke Denza vertrieben werden und Denza wiederum gehört zum großen Imperium von BYD. Der Bao 05 schaut auf den ersten Blick nach Offroader aus und hat das Reserverad außen an der Hecktür montiert. Der Denza kommt auf eine Länge von knapp unter 5 Meter, bei einem Gewicht von fast 3 Tonnen.
Die Basis bildet hier ein traditioneller Leiterrahmen. Für den Antrieb setzt man auf einen Plug-in-Hybrid, der setzt sich zusammen aus einem 1,5-l-Turbobenziner und zwei Elektromotoren. Die Systemleistung beträgt 544 PS (bei einem maximalen Drehmoment von 760 Nm). Der Strom wird in einem 31,8 kWh Akku gespeichert und das soll für eine elektrische Reichweite von rund 90 km gut sein.
Ein E-Motor sitzt an der Vorderachse, der zweite an der Hinterachse, dazu kommen drei elektronische Differentialsperren und in der gehobenen Ausstattung ein hydraulisches, aktives Fahrwerk, das nicht nur die Wankbewegungen minimiert, sondern auch die Bodenfreiheit auf bis 310 mm erhöhen kann.
Denza will den Bao 05 im ersten Quartal 2027 bei uns auf den Markt bringen, einen Preis gibt es noch nicht.
iCaur V27
Eine ebenfalls noch junge Marke ist iCaur – ebenfalls aus China und zum großen Chery-Konzern gehörend. Das erste Modell, mit dem man in Österreich starten will, ist der V27. Auch ein SUV, das optisch dem klassisch-kantigen Offroader-Schema folgt und sich in der 5-Meter-Länge–Region einordnet.
Antriebstechnisch setzt man auch hier auf die Kombination aus Elektro und Verbrenner - allerdings arbeitet der Verbrenner hier als Range Extender. Das heißt, der Verbrenner, auch ein 1,5-l–Benziner, ist nur dazu da, um Strom zu erzeugen. iCaur wird den V27 nicht nur mit Allrad – und da mit zwei Elektromotoren - sondern auch als 2WD-Version anbieten. Je nach Version leistet der Antrieb 185 kW oder 335 kW, die Akkukapazität beträgt 20,4 bzw. 34,3 kWh. Die Bodenfreiheit liegt bei 224 mm und die Wattiefe bei beachtlichen 600 mm.
An technischen Hilfsmitteln fürs Gelände hat der iCaur neben acht unterschiedlichen Fahrmodi (darunter Schlamm, Schnee oder Schotter) auch eine Crawl-Funktion.
Die ersten Autos sollen im Herbst in Österreich eintreffen, als Importeur fungiert die Firma Colmobil, die bereits Modelle von GAC sowie Jaecoo & Omoda nach Österreich bringt. Österreich soll als erster europäischer Markt den Ausgangspunkt für die weitere Expansion von iCaur bilden. In weiterer Folge sind Markteintritte in Tschechien, Spanien, Großbritannien und Deutschland geplant. Einen Preis hat man noch nicht genannt - der soll aber demnächst samt weiteren Details (auch zu den Händlern) feststehen.
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