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BYD Dolphin G: So klein und schon ein Hybrid mit Stecker

BYD bringt mit dem Dolphin G den Plug-in-Hybrid ins Segment der Kleinen. Wir haben eine erste Ausfahrt unternommen.
BYD Dolphin G

Zusammenfassung

  • BYD bringt mit dem Dolphin G überraschend einen Plug-in-Hybrid ins Kleinwagensegment und zielt damit gezielt auf den europäischen Geschmack nach kompakten Hatchbacks.
  • Bei der ersten Ausfahrt überzeugt vor allem das gut abgestimmte Zusammenspiel von Elektroantrieb und Benziner, dazu bietet der 4,16 Meter lange Fünftürer ordentliche Platzverhältnisse.
  • Je nach Version sind bis zu 212 PS, 105 Kilometer elektrische Reichweite und mehr als 1000 Kilometer insgesamt möglich; Marktstart ist im Juli.

Bisher war das Thema Plug-in-Hybrid - also Hybridantrieb mit Laden der Batterie über Stecker - nur etwas für die Großen. Das soll sich dank BYD nun ändern. Die Chinesen sind ohnehin stolz auf ihr Plug-in-Hybrid-System und nennen es Double-Motor-intelligent (kurz DM-i). Es ist auch schon in mehreren Modellen des Herstellers, der als reine Elektromarke begonnen hat, im Einsatz.

Mit dem Dolphin G kommt nun auch ein kleiner Kompakter, der über die Plug-in-Hybrid-Technologie verfügt. Der G wurde speziell für Europa entwickelt, zumal die Chinesen festgestellt haben, dass man hier erstens Fahrzeuge mag, die größenmäßig ins B-Segment fallen und zweitens die Form eines Hatchbacks haben. So kommt der Dolphin G auf eine Länge von 4,16 Meter und ist somit vergleichbar mit VW Polo und Co.

BYD Dolphin G

Das Design wirkt schnörkellos und gefällig (hat aber mit den anderen Modellen von BYD, die das Dolphin im Namen tragen, wenig gemein). Der Kofferraum bietet ein Laderaumvolumen von 425 bis 1225 Liter. Damit lässt es sich gut leben; was weniger gefällt, ist allerdings die relativ hohe Ladekante. Ausreichend Platz gibt es auch auf den Rücksitzen - für ein B-Segment-Auto ist das okay.

Das Interieur entspricht der Designlinie, wie man sie von BYD kennt, also relativ wenig Schalter und Knöpfe. Einen analogen Kippschalter hat man allerdings, um zwischen Hybrid- und rein elektrischem Antrieb zu wechseln, falls der Fahrer das einmal auf eigene Faust anordnen will. Sonst passiert das natürlich alles von der Elektronik geregelt. Aber dazu gleich mehr.

BYD Dolphin G

Vor dem Fahrer gibt's einen kleinen Schirm (mit ebenso kleinen und somit nicht optimal ablesbaren Symbolen). Der ist aber nicht freistehend, sondern in einer Leiste mit Klavierlack integriert - und das schaut ziemlich edel aus (sonst gibt es erwartungsgemäß auch noch viel Hartplastik). Zentral hat man dann den großen Touchscreen, über den das meiste eingestellt und abgerufen wird.

BYD Dolphin G

Für den Hybridantrieb kombiniert BYD einen 1,5-l-Benziner und zwei Elektromotoren (einen Fahrmotor und einen Generator). Der Vierzylinder dient in erster Linie dazu, den Akku zu laden, für den Antrieb ist vor allem der E-Motor zuständig. Allerdings gibt es technisch die Möglichkeit, dass der Verbrenner auch direkt die Räder antreibt (wenn die Regelelektronik befindet, dass dies am effizientesten ist). Ist die maximale Leistung gefordert, arbeiten Benziner und Elektromotor auch zusammen.

Das Zusammenspiel aus Elektroantrieb und Verbrenner funktioniert jedenfalls tadellos. Wenn der Benziner arbeitet, hört man das freilich; unangenehm oder laut wird die Akustik aber nicht - auch dann nicht, wenn man die volle Leistung abruft.

BYD bietet den Dolphin G in zwei Antriebskonfigurationen an: Das Basismodell Active kommt auf eine Systemleistung von 129 kW/176 PS und dazu kommt eine etwas kleinere Blade-Batterie mit 7,42 kWh. Dementsprechend fällt die rein elektrische Reichweite mit 40 km eher überschaubar aus. In der zweiten Antriebskonfiguration steigt die Systemleistung auf 156 kW/212 PS und die Akkukapazität auf 18,3 kWh. Und hier fährt man weit und lange elektrisch - 105 Kilometer sind es, um exakt zu sein. Das ist ein beachtlicher Wert.

BYD Dolphin G

Die Gesamtreichweite beträgt übrigens über 1000 Kilometer (dank einem 42-Liter-Tank). Das Strom-Laden funktioniert an einem AC-Lader mit 3,3 kW beim kleinen Akku und 6,6 kW beim großen Akku. Der größere Akku kann auch an einem DC-Anschluss laden (bis 39 kW). Und auch Strom-Abgeben über eine V2L-Funktionen ist beim großen Akku möglich.

Marktstart für den kleinen Plug-in-Hybrid ist bei uns im Juli. Die Preise für Österreich sind noch nicht bekannt (sollten aber demnächst kommuniziert werden). Zum Vergleich: In Deutschland kostet der G laut Liste knapp unter 30.000 Euro - BYD Deutschland rechnet aber vor, dass man mit staatlicher Förderung und Herstellerbonus auf unter 20.000 Euro kommen kann.

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